Telekom-Spitzelskandal: Zumwinkel ins Gefängnis?

KommentarTelekom-Spitzelskandal: Zumwinkel ins Gefängnis?

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Ex-Konzernführung der Telekom: Kai-Uwe Ricke (l.) und Klaus Zumwinkel

Nach neuen Beweisen wird es eng für die Drahtzieher im Spitzelskandal der Deutschen Telekom: Ex-Aufsichtsratschef Klaus Zumwinkel und Ex-Konzernlenker Kai-Uwe Ricke.

Vier Monate verbrachte der Ex-Sicherheitschef der Deutschen Telekom, Klaus Trzeschan, bereits in Haft, weil die Staatsanwaltschaft ihn für die Schlüsselfigur im Spitzelskandal hielt und nach wie vor hält. Jetzt offenbaren immer neue Beweise, dass die wahren Drahtzieher an der Spitzen des Telekommunikationsriesens und der Deutschen Post saßen.

Die Ex-Chefs Kai-Uwe Ricke und Klaus Zumwinkel, der zugleich Telekom-Aufsichtsratschef war, haben die Spitzelaktionen gegen Aufsichtsräte, Betriebsräte und Journalisten angeordnet und damit gegen das Fernmeldegeheimnis verstoßen. Die Deutsche Telekom verlangt jetzt Schadensersatz in Millionenhöhe.

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Was wusste Obermann?

Doch noch schwerer wiegt der sich abzeichnende Strafprozess gegen die beiden. Zumwinkel bekam bereits wegen Steuerhinterziehung eine Haftstrafe auf Bewährung. Sollten ihm die Staatsanwälte auch die Urheberschaft für Spitzelaufträge nachweisen können, gilt er als Wiederholungstäter, der kaum mit einer weiteren Bewährungsstrafe davon kommt.

Die Frage ist nur: Heckten Zumwinkel und Ricke die Spitzelaufträge wirklich alleine aus? Oder gibt es weitere Mitwisser im Telekom-Vorstand? Und: Welche Rolle spielt der heutige Telekom-Chef René Obermann in dem Skandal? Ist er wirklich der große Aufklärer? Oder hat er alle ihn belastenden Dokumente rechtzeitig vor der ersten Hausdurchsuchung verschwinden lassen? Vieles spricht dafür, dass die Staatsanwälte erst die Spitze des Eisberges sehen.

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