Im Interview mit der WirtschaftsWoche sagt Ricke: „Diese Unternehmen sind künftig darauf angewiesen, das wir ihnen für ihre neuen Anwendungen die erforderliche Netzqualität garantieren. Es kann nicht sein, dass nur der Kunde über das monatliche Grundentgelt für diese schöne neue Welt bezahlt. Auch alle Web-Unternehmen, die Infrastrukturen für ihr Geschäft nutzen, sollten dann ihren Beitrag leisten.“
Dabei gehe es nicht um eine „Maut für Infrastruktur, die jeder zahlen muss“, so Ricke, sondern je nach Anwendung müsse die dafür bereit gestellte Qualität der Netzleistung auch unterschiedlich bezahlt werden. So benötige ein Film eine andere Infrastruktur als eine E-Mail. „Wenn die Kunden nicht bereit sind zu zahlen und Google & Co. nicht bereit sind zu zahlen – dann kann es keine Autobahnen geben“, droht Ricke. Investiert werde nur, wenn sich diese Investition irgendwann einmal rechne. Ricke: „Hier entsteht eine völlig neue Welt. Sowohl die Bundesnetzagentur als auch die Web-Riesen müssen verstehen, dass die Regeln der Neunzigerjahre hier fehl am Platze sind.“









