Telekommunikation: Freenet-Chef beharrt auf Debitel-Kauf

Telekommunikation: Freenet-Chef beharrt auf Debitel-Kauf

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Eckhard Spoerr, Freenet-Vorstandschef, beharrt auf dem Debitel-Kauf

Der Telekommunikations-Anbieter Freenet hält ungeachtet des Drucks der Großaktionäre United Internet und Drillisch an der Übernahme des Wettbewerbers Debitel fest.

Der Telekommunikationskonzern Freenet zeigt seinem übernahmewilligen Großaktionär United Internet (UI) weiterhin die kalte Schulter. Vorstandschef Eckhard Spoerr will sich durch das Internetunternehmen aus Montabaur nicht von der Übernahme des Mobilfunkdienstleisters Debitel abbringen lassen. Es liege nicht im Unternehmensinteresse, die erfolgversprechenden Verhandlungen mit Debitel-Eigner Permira abzubrechen oder zu verschieben, schrieb Freenet-Chef Eckhard Spoerr in einem heute veröffentlichten Brief an UI-Chef Ralf Dommermuth.

Es stehe UI frei, „unseren Aktionären jederzeit ein Übernahmeangebot zu unterbreiten“, schrieb Spoerr. Dommermuth hatte Freenet brieflich ein höheres Übernahmeangebot von 14 Euro in Aussicht gestellt, dieses nach Ansicht von Spoerr aber nicht formal unterbreitet. Davor hatte UI nur einen Preis von 12,80 Euro je Freenet-Aktie genannt. „Solange kein Übernahmeangebot vorliegt, verfügt freenet AG nicht über die von Ihnen behauptete Handlungsalternative“, schrieb Spoerr.

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Am Freitag tagt der Freenet-Aufsichtsrat. Dann könnten die Eigner die Weichen für die Zukunft stellen. Freenet verhandelt mit dem Finanzinvestor Permira über den Kauf von Debitel und will damit zum drittgrößten deutschen Mobilfunkanbieter aufsteigen. Dommermuth umwirbt Freenet seit längerem und will sich das norddeutsche Unternehmen mit seinem Partner Drillisch teilen. Das DSL- und Webhosting-Geschäft von Freenet soll an UI gehen, während sich Drillisch die Mobilfunkaktivitäten einverleiben will.

UI und der Mobilfunkdienstleister Drillisch halten über eine gemeinsame Holding gut 25 Prozent an Freenet. Analysten rechnen mit einer Übernahme von Debitel. „Dies könnte nur ein deutlich höheres und verbindliches Angebot seitens United Internet verhindern“, schrieb LBBW-Analyst Andreas Heinold in einer Kurzstudie. „Wir erwarten nicht, dass United Internet diese Bedingungen erfüllen wird.“ Die Anleger ließen sich von dem Poker nicht beeindrucken. Das im TecDax gelistete Freenet-Papier notierte heute fast unverändert bei 12,24 Euro.

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