Telekommunikation: Telefónica kauft HanseNet: Wie eine schöne Italienerin zur Spanierin wird

Telekommunikation: Telefónica kauft HanseNet: Wie eine schöne Italienerin zur Spanierin wird

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Der Firmensitz des Telekomanbieters HanseNet, der seine Produkte unter dem Namen "Alice" anbietet

Bislang war „Alice“ Italienerin, nun zieht sie um nach Spanien. Die Telecom Italia verkauft ihre Hamburger Tochterfirma HanseNet, der eine schöne Römerin Gesicht und Image gibt. Neue Eigentümerin ist die spanische Telefónica.

Dies teilte Telecom Italia gestern Abend in Rom mit. Elf Monate nach der ersten Ankündigung ist der Verkauf damit perfekt; der Kaufpreis beträgt 900 Millionen Euro. Unterzeichnet ist eine grundsätzliche Einigung; der Abschluss des Geschäfts wird Anfang kommenden Jahres erwartet.

Telefónica stärkt damit ihre deutsche Tochtergesellschaft O2 und ergänzt das Mobilfunk- um das Internetgeschäft. „Die Einbindung von HanseNet in die Telefónica-Familie wäre ein großer Schritt nach vorne als integrierter Telekommunikationsanbieter“, sagte der Chef der deutschen Telefónica-Tochter O2, René Schuster. Telefónica/O2 wird die Marke "Alice" fortführen, unter der HanseNet bislang auf dem deutschen Markt präsent ist, wie ein O2-Sprecher heute auf Anfrage von wiwo.de mitteilte. Weitere Details würden dann mit dem eigentlichen Geschäftsübergang kommuniziert, der für das erste Quartal nächsten Jahres geplant ist.

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Ähnlich lief der Alice Verlauf auch in Frankreich vor anderthalb Jahren ab. Die Marke ging damals an den Käufer Free, der diese ebenfalls weiter nutzte.

Damit geht die Konsolidierung auf dem hartumkämpften deutschen DSL-Markt in diesem Jahr weiter. Erst im Frühjahr kaufte United Internet das DSL-Geschäft von Konkurrent Freenet. Mit immer neuen Lockangeboten kämpften die Anbieter zuletzt um die Kunden.

HanseNet ist mit gut 2,3 Millionen Kunden einer der großen Anbieter von DSL-Internet-Anschlüssen in Deutschland und liegt aktuell auf Platz vier. Wegen des laufenden Verkaufsprozesses und des härteren Wettbewerbs am deutschen Markt ist das Unternehmen in seiner geschäftlichen Entwicklung zuletzt nicht so richtig vorangekommen. In den ersten neun Monaten verringerte sich der Umsatz gegenüber dem gleichen Zeitraum des Vorjahres um 4,6 Prozent auf 858 Millionen Euro, die Zahl der Breitband-Kunden war mit einem Minus um 2,6 Prozent auf 2,28 Millionen ebenfalls rückläufig. Deutlich steigern konnte HanseNet dagegen die Zahl der Mobilfunk- Kunden, um mehr als 31 Prozent auf 0,7 Millionen. Auch die Profitabilität hat sich verbessert.

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