Telekommunikation: Telekom in Griechenland top, in Großbritannien hopp

KommentarTelekommunikation: Telekom in Griechenland top, in Großbritannien hopp

Bild vergrößern

Telekom-Techniker: Demnächst auch tätig in der Gebäudeelrktrik?

Die Deutsche Telekom hat die Finanzmärkte mit erstaunlich guten Zahlen überrascht. Umsatz und Gewinn steigen - vor allem dank der neuen griechischen Beteiligung OTE. Jedoch: Die Telekom wäre nicht die Telekom, wenn sich nicht urplötzlich eine andere Großbaustelle auftun würde - nämlich in Großbritannien und den USA.

In London greift Konzernchef René Obermann jetzt hart durch. Er tauschte das gesamte Top-Management aus, um zu retten, was noch zu retten ist.

Dabei fiel die Wahl auf einen alten Bekannten. Richard Moat steht seit Ende Juni an der Spitze von T-Mobile UK. Obermann und Moat kennen sich seit mehr als zehn Jahren. Als Obermann den von ihm mitgegründeten Mobilfunkdienstleister ABC Telecom an Hutchison Whampoa verkaufte, prüfte Moat als Revisor von Hutchison den Deal.

Anzeige

Jetzt kreuzen sich ihre  Wege erneut. Moat ist Obermanns neuer Feuerwehrmann in London. Ihm hat der Telekom-Chef die heikle Aufgabe übertragen, T-Mobile in Großbritannien aus der Talsohle zu führen. Seit Jahresbeginn hat die Deutsche Telekom in ihrem zweitwichtigsten Auslandsmarkt 200 000 Kunden und damit wichtige Marktanteile an die Konkurrenz verloren. Scheitert Moats Mission, müsste sich Obermann aus dem britischen Markt verabschieden.

Vorentscheidung in Großbritannien

Für die Deutsche Telekom steht viel auf dem Spiel. Großbritannien ist der einzige Mobilfunkmarkt, auf dem die vier größten europäischen Telekom-Konzerne - Vodafone, Telefónica, France Télécom und die Deutsche Telekom - direkt aufeinander treffen. Wer hier verliert oder gar aufgibt, kann auch auf der europäische Bühne kaum noch Führungsansprüche anmelden. Insofern fällt in Großbritannien auch eine Vorentscheidung, wer künftig im Konzert der Großen noch vorne mitspielt und wer nicht.

Viel Zeit bleibt Moat nicht. Auch in Großbritannien steht - wahrscheinlich im nächsten Jahr - die nächste UMTS-Auktion an, auf der sich die Mobilfunkbetreiber mit zusätzlichen Frequenzen für breitbandige Funknetze eindecken können. Eine Entscheidung über den Verbleib oder den Verkauf von T-Mobile UK sollte vor der Auktion fallen. Denn danach belasten weitere Milliardeninvestitionen in noch schnellere Funkstationen die ohnehin schon arg gebeutelte Bilanz der britischen Mobilfunk-Tochter.

Anzeige
Unternehmer stellen sich vor
Deutsche Unternehmerbörse - www.dub.de
DAS PORTAL FÜR FIRMENVERKÄUFE
– Provisionsfrei, unabhängig, neutral –
Angebote Gesuche




.

Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%