Textilhersteller: Schiesser: Schon 2007 "miserabelster Abschluss" in der Unternehmensgeschichte

Textilhersteller: Schiesser: Schon 2007 "miserabelster Abschluss" in der Unternehmensgeschichte

Die Pleite des Wäscheherstellers Schiesser resultiert nicht wie allgemein angenommen aus der Finanzkrise, sondern ist Resultat schwerwiegender Managementfehler und zeichnete sich bereits 2007 ab.

Auf einer Betriebsratssitzung im Juli vergangenen Jahres wollte Finanzchef Karl-Achim Klein laut Protokoll, das der WirtschaftsWoche vorliegt, zum Jahresabschluss 2007 „nichts sagen“. Statt konkreter Zahlen, teilte Klein mit: „Der Abschluss ist der miserabelste, den die Schiesser-Geschichte je geschrieben hat.“

Der Ernst der Lage wird in dem protokollierten Satz: „Um im Umfeld, insbesondere bei Kunden nicht in negative Schlagzeilen zu geraten, werden die Zahlen nur unter Zwang herausgegeben“, deutlich. Vorgelegt wurden die Zahlen für Ende März 2008. Der Umsatz mit Unterhosen, Schlafhemden, Bikinis und BHs lag um rund zwei Millionen Euro unter Plan. Für ein Management-Versagen spricht auch, dass Schiesser im Januar 2009 im Vergleich zum Vorjahresmonat ein 20-prozentiges Umsatzplus verbuchen konnte, wie Insolvenzverwalter Volker Grub bestätigte.

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