HB DRESDEN. Nach der Landtagswahl am 19. September sollen alle Parteigremien während eines ordentlichen Landesparteitags neu gewählt werden. Jurk wurde nach Angaben des stellvertretenden Landesvorsitzenden Rolf Schwanitz mit großer Mehrheit gewählt. Es habe wenige Gegenstimmen gegeben. Der Landesvorstand wolle solidarisch mit Jurk in die Wahlauseinandersetzung gehen. „Erster Auftrag von Landesvorstand und gesamter Partei ist es nun, Gräben zuzuschütten, beieinander zu stehen und die Herausforderungen gemeinsam zu schultern“, sagte Schwanitz. Der 42-jährige Jurk ist seit 1990 Landtagsabgeordneter und seit 1999 Chef der Landtagsfraktion. Am Sonntag wurde er mit 88,1 Prozent der Stimmen zum Spitzenkandidaten für die Landtagswahl bestimmt. Krehl war am Montag nach innerparteilichen Querelen zurückgetreten. Die 47-Jährige zog damit Konsequenzen aus den Abstimmungsniederlagen während der Landeswahlkonferenz. Sie war dort am Sonntag nur knapp auf Platz zwei der SPD-Liste für die Landtagswahl gesetzt worden. Danach waren mehrere von ihr und dem Landesvorstand favorisierte Kandidaten von der Delegiertenkonferenz abgelehnt und auf hintere Listenplätze verwiesen worden. Krehl wird laut Schwanitz ihren Sitz im Bundesvorstand der SPD behalten. Jurk sagte: „Wie werden jetzt an einem Strang ziehen und für alle deutlich machen, wofür die sächsischen Sozialdemokraten stehen.“ Wichtigste Aufgabe sei nun ein guter Wahlkampf. Bei der Landtagswahl 1999 war die sächsische SPD nur auf 10,7 Prozent der Stimmen gekommen. Das war das schlechteste Ergebnis für die SPD bei einer Landtagswahl in Deutschland überhaupt.
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