ThyssenKrupp: Stahlboom lässt nach

ThyssenKrupp: Stahlboom lässt nach

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Ekkehard Schulz, Vorstandsvorsitzender der ThyssenKrupp AG

ThyssenKrupp bestätigt trotzdem die Prognose für das Gesamtjahr

Deutschlands größter Stahlkonzern ThyssenKrupp ist mit einem Gewinneinbruch in das neue Geschäftsjahr gestartet. An seiner positiven Prognose für das Gesamtjahr hielt ThyssenKrupp dennoch fest, wie das Unternehmen am Freitag auf seiner Hauptversammlung in Bochum mitteilte.

Nach Konzernangaben lag das Ergebnis vor Steuern und Sondereffekten im Auftaktquartal des Geschäftsjahres 2007/2008 bei 700 Millionen Euro. Von Oktober bis Dezember vergangenen Jahres hatte der Konzern noch rund 1 Milliarde Euro verdient. Nach dem vergangenen Boomjahr sei eine „Normalisierung“ der Geschäfte bereits erwartet worden, sagte Vorstandsvorsitzender Ekkehard Das Vorjahresquartal sei stark von einer außergewöhnlich hohen Nachfrage und sehr hohen Basispreisen bei Edelstahl getrieben gewesen, die in diesem Jahr jedoch entfielen. „Unsere Wachstumsdynamik wollen wir aber ungebremst fortsetzen“, kündigte Schulz an. Das gute Ergebnis aus dem vergangenen Jahr und die solide Finanzstruktur würden dafür ausreichend Spielraum bieten.

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Sollte sich die Konjunktur wie erwartet entwickeln, rechnet Deutschlands größter Stahlkocher im laufenden Geschäftsjahr miteinem Umsatz in Höhe von 53 Milliarden Euro und einem Ergebnis vor Steuern und Sondereffekten von über 3 Milliarden Euro. Der Stahlboom hatte ThyssenKrupp 2006/2007 das fünfte Rekordergebnis in Folge beschert. Der Umsatz war um 10 Prozent auf 51,7 Milliarden Euro gestiegen. Mittelfristig strebe das Unternehmen ein Umsatzniveau von 60 Milliarden Euro an und einen Vorsteuergewinn vor Sonderposten von 4 Milliarden Euro, sagte Schulz.

Große Hoffnung setzt das Unternehmen vor allem in die im Bau befindlichen neuen Stahlwerke in Brasilien und den USA, die dem Konzern neue Chancen auf den transatlantischen Märkten eröffnen sollen. Auch Investitionen in die achstumssparten ThyssenKruppp Technologies und Services sollen in den kommenden Jahren für eine Steigerung des Gewinns sorgen. Langfristig strebe der Konzern so einen Umsatz von 65 Milliarden und ein Ergebnis vor Steuern auf 4,5 bis fünf Milliarden Euro an, sagte der ThyssenKrupp-Chef, der den Konzern auch in das nächste Jahrzehnt führen soll. Der Vertrag von Schulz werde um zwei Jahre bis ins Jahr 2011 verlängert, kündigte Aufsichtsratschef Gerhard Cromme an. Den offiziellen Beschluss will der Aufsichtsrat in der kommenden Woche fassen.

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