Das letzte Jahr war hart für Bali: Über die Hälfte aller Einkommen auf der Insel der Götter werden in der Tourismuswirtschaft verdient und der Bombenanschlag war nicht der einzige Grund, weshalb die Gäste aus Australien, Europa und den USA ausblieben. Als die Touristen sich zurückwagten, kam die Lungenseuche SARS - zwar nicht nach Bali aber dorthin, wo die Urlauber auf dem Weg auf die Insel umsteigen müssen: nach Singapur, Hongkong und Bangkok. Als SARS überstanden war, bremste der Irakkrieg die Reisefreude, zu guter Letzt explodierte im Sommer vor dem Mariott-Hotel in Jakarta eine Autobombe - wieder mit vielen Opfern. Trotz der vielen Probleme hätte es noch schlimmer kommen können: Nach dem von islamistischen Terroristen verübten Anschlag vor einem Jahr blieben Progrome gegen die religiöse Minderheit auf der mehrheitlich hinduistischen Insel aus - weil die sprichwörtliche Sanftmut, Friedfertigkeit und ein starkes Gemeinschaftsgefühl dabei halfen, Konflikte zu vermeiden. Die Balinesen ließen sich vom Terror nicht provozieren, mit Gebeten, Opfergaben und farbenprächtigen Zeremonien versuchen die rund drei Millionen Insulaner, die innere Balance zurückzugewinnen. Die Ruhe und der Zusammenhalt, kombiniert mit einer Verdoppelung der Sicherheitskräfte und strengeren Kontrollen haben den Totalbankrott der Urlaubsindustrie bisher verhindern können. Die vielen Geschäfte, Restaurants und Hotels blieben leer. Entlassen wurde dennoch kaum jemand: Kellner haben Wände gestrichen oder wurden zu Sicherheitskräften umgeschult, viele Leute wurden ohne Lohn in den verlängerten Urlaub geschickt.
Laut einer aktuellen Prognose soll bis 2017 mehr als ein Drittel der Weltbevölkerung Mitglied bei Facebook, Google+,...





















