Touristik: Accor-Aufspaltung: "Marktführerschaft besser honorieren"

Touristik: Accor-Aufspaltung: "Marktführerschaft besser honorieren"

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Christian Aubry, Deutschland-Chef von Accor Services

von Ulrich W. Hanke

Der Accor-Konzern, der weltweit 4100 Hotels betreibt. will seine Servicesparte abtennen und an die Börse bringen. Deutschland-Chef Christian Aubry über den separaten Börsengang.

WirtschaftsWoche: Herr Aubry, Accor will die Servicesparte, bekannt durch die Essensgutscheine TicketRestaurant, von der Hotelsparte abspalten und getrennt an der Börse listen. Warum?

Aubry: Die Hotellerie wird als reiner Hotelkonzern besser bewertet werden. Accor Services wiederum wird als eigenständiges Unternehmen mit völlig neuem Namen bekannter werden. Aber der ist noch geheim. Die Börse kann nach der Abspaltung besser honorieren, dass wir Marktführer sind.

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Wann ist es so weit?

Wir planen, ab 2. Juli an der Pariser Börse separat gelistet zu sein. Jeder Accor-Aktionär erhält je Aktie ein zusätzliches Papier vom neuen Unternehmen.

Behalten die Großaktionäre ihre Aktien?

Die Großaktionäre Colony Capital und Eurazeo, die zusammen etwa 30 Prozent an Accor halten, haben zugesichert, ihre Anteile bis mindestens 2012 nicht zu verkaufen.

Was kommt nach dem Börsengang?

Wir wollen im Bereich der Restaurantgutscheine und der Prepaid-Services weiterhin stark wachsen. Auch neue Geschenkkarten für Einzelhändler sind denkbar. Weitere Länder haben wir ebenso im Visier, sind bisher in 40 vertreten. Und externes Wachstum ist auch noch eine Option.

Wie läuft das Deutschland-Geschäft?

Wir sind weltweit mit unseren Essensgutscheinen die Nummer eins. Allerdings spielen hier aufgrund kultureller Unterschiede Mittagessen und Pausen eine untergeordnete Rolle im Arbeitsalltag. Während in Deutschland täglich 100.000 Nutzer unsere Essensgutscheine einlösen, setzen in Frankreich täglich mehr als eine Million Franzosen unser TicketRestaurant ein – für Zahlungen von jährlich 1,7 Milliarden Euro. In Deutschland umfasst der gesamte Markt circa 200 Millionen Euro im Jahr. Dafür ist der Markt für Geschenkgutscheine, Sach- und Geldprämien, also Incentives, in Deutschland größer – 4,5 Milliarden Euro.

Wer kauft Ihre Gutscheine?

Unsere Kunden sind große Unternehmen wie die Commerzbank und Volkswagen, aber auch viele Mittelständler und Staaten.

Und was verdienen Sie dabei?

Unternehmen sowie Restaurantbesitzer zahlen uns je nach Volumen 2 bis 3,95 Prozent vom getätigten Umsatz. 

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