TransFair-Chef Overath: Der Großmeister des fairen Handels

TransFair-Chef Overath: Der Großmeister des fairen Handels

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Gepa-Chef Dieter Overath

von Mario Brück

TransFair-Chef Dieter Overath ist seit 20 Jahren das deutsche Gesicht des fairen Handels. Ein Porträt des Fairtrade-Großmeisters.

Orangensaft und Olivenöl, Rosen und Rohrzucker, Herren-Polos und Damen-Socken – in den Regalen der deutschen Einzelhändler tummeln sich viele Produkte mit dem grün-blauen Fairtrade-Siegel. Ebenso abwechslungsreich ist der Lebenslauf des Mannes, der wie kein Zweiter für dieses Siegel steht : Dieter Overath, Gründungsmitglied und seit fast 20 Jahren Chef von TransFair, dem Kölner Verein, der Siegel für fair gehandelte Produkte vergibt und dafür eine Gebühr kassiert.

Die Höhe der Lizenzgebühr hängt vom Produkt ab und wird pro Gewichtseinheit oder als Anteil vom Verkaufspreis erhoben. Sie beträgt in diesem Jahr für 500 Gramm Kaffee elf Cent, für einen Liter Wein zwölf Cent und für ein Kilo Bananen drei Cent. Mit den Gebühren finanziert sich der Verein selbst sowie Faire Wochen oder Werbekampagnen.

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Klassische Brigitte-Leserinnen als Fairtrade-Käufer

Der 53-jährige gelernte Bürokaufmann studierte Betriebswirtschaft in Köln und ging im Rahmen einer Alphabetisierungskampagne nach Nicaragua. Wieder in der Heimat arbeitete er als Dozent in einem deutsch-spanischen Begegnungszentrum in Köln, half bei der Gründung einer Werkstattschule für Jugendliche, war Theatermacher und Gründungsmitglied von TransFair. Er war sogar Zeitsoldat, verweigerte dann jedoch im Nachhinein aus Protest gegen den Nato-Doppelbeschluss – und nagelte seinen Wehrpass an die Tür des Kölner Doms .

Im Krisenjahr 2009 wuchs der Umsatz mit den von TransFair gesiegelten Waren um 26 Prozent auf 267 Millionen Euro. Wer sind die Kunden, die selbst in klammen Zeiten zu den vergleichsweise teuren Fairtrade-Waren greifen? „Jedenfalls nicht in erster Linie die Lohas“, sagt Overath, also Verbraucher, die ihre Lebensweise konsequent auf Gesundheit und Nachhaltigkeit ausrichten. „Fair trade-Käufer sind schon etwas breiter aufgestellt. Es sind vor allem die klassischen Brigitte-Leserinnen.“ Also die, die auch mal fünf gerade sein lassen, weil Schnäppchenjagd, Modetrends und Genuss nicht immer mit Nachhaltigkeit und Gesundheit in Einklang zu bringen sind.

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