Trendsportarten: Erlebnisindustrie profitiert von der Lust am Limit

Trendsportarten: Erlebnisindustrie profitiert von der Lust am Limit

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Extremsport Haitauchen

Die Erlebnisindustrie labt sich an der Risikofreude der Kunden — und hat die neuesten Trendsportarten im Visier. Stress und Unfälle sind unvermeidbar.

Airboarding

Früher aus Holz, heute aus Gummi: Der aufblasbare Hochgeschwindigkeitsschlitten macht Abfahrten noch schneller. Für Talfahrten ist der Untergrund unbedeutend: Pulverschnee eignet sich genauso gut wie eine feste Schneedecke. Selbst Touren auf unberührten Hängen werden angeboten.  Kosten: ab 50 Euro pro Tag.

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Apnoetauchen

Der Rekord beim Freitauchen liegt bei 244 Metern in der Strecke und 113 Metern in der Tiefe — ganz ohne technische Hilfsmittel. Der Sport reizt Leute mit Hang zur perfektionierten Atemtechnik und mentalen Kontrolle. In Deutschland bieten Veranstalter ein Training in einem Tauchturm an.  Kosten für ein- bis zweitägige Seminare: rund 190 Euro.

Canyoning

Enge Schluchten im Hoch- und Mittelgebirge sind einzigartige Naturphänomene. Plötzliche Sturzfluten führen aber seit Jahren zu zahlreichen Opfern. Die Begeisterung hält trotzdem an. Geführte Touren gibt es für Anfänger, Fortgeschrittene und Könner.  Ein halber Tag kostet rund 60 Euro.

Eistauchen

Fortgeschrittene Taucher frönen einer stillen Leidenschaft. Kälte und Dunkelheit sind ständige Begleiter — ganz zu schweigen von der beengten Atmosphäre. Für Leute mit Platzangst wäre dies ein Albtraum. Die größten Gefahren: vereiste Sauerstoffventile und Desorientierung.  Kurse gibt es ab 85 Euro.

Extremläufe

Marathon war einmal. Wahre Freaks laufen den Berg hinauf oder durchqueren Wüsten. Kein Wetter ist zu extrem: Bergläufe werden im Winter angeboten, die Steigungen betragen zehn Prozent und mehr. In Wüsten finden Sportler das andere Extrem: flaches Terrain und 40 Grad im Schatten.

Freeriding

Skifahren abseits der Piste ist ein Traum für Wintersportler — die Lawinengefahr schwingt mit. Von Bergführern geleitete Abfahrten gibt es ab 90 Euro pro Tag — wenn die Fahrt vom Lift aus beginnt. Skitouren sind länger und teurer. Heliskiing ist in den Alpen eine Ausnahme, aber vor allem in der Schweiz möglich.  Zwei Tage kosten rund 500 Euro.

Haitauchen

Die Chancen auf einen weißen Hai liegen im Winter in bestimmten Regionen Südafrikas bei mehr als 80 Prozent. Die Gefahr ist begrenzt: Ins Wasser geht es mit einem Stahlkäfig. Doch nach anderen Haiarten wie Sandtigerhaien und Tigerhaien wird teilweise ohne Käfig getaucht — und zusätzlich werden sie mit Futter angelockt.  Kosten für Tagestour: 150 Euro.

Kiten

Ob mit dem Surfbrett im Wasser, dem Snowboard im Schnee oder dem „All Terrain Board“ (ATB) über Land: Wer sich mit dem Drachen ziehen lässt, kann kräftig Tempo bolzen. Die Luftsprünge führen bei böigem Wind häufig zu schweren Verletzungen — mitunter auch zum Tod.  Tageskurse gibt es ab circa 100 Euro.

Höhlentrekking

Neoprenanzug, Helm und Stirnlampe sind die Grundausrüstung für das Labyrinth in den Bergen. An sich ungefährlich, können anspruchsvolles Abseilen und beengte Wege selbst erfahrenen Sportlern psychisch zusetzen. Hinzu kommt die Gefahr bei überraschend steigendem Grundwasser. T ouren kosten je nach Höhle ab 60 Euro. Besonderer Kick für Wassersportler: Höhlentauchen und Tauchgänge durch geflutete Bergwerke.

House Running

Ein Spaziergang für Nervenstarke: Kopfüber und an Seilen befestigt, gehen die Teilnehmer Häuser und Brücken hinab, die oft 100 Meter oder mehr hoch sind. Passieren kann wenig, dennoch sind die psychischen Anforderungen enorm.  Kosten pro Abgang: circa 50 Euro.

Hydrospeed

Das Sportgerät ist ein Schwimmkörper, der den Oberkörper über Wasser trägt. Mit den frei schwimmenden Beinen und mithilfe von Flossen treiben und steuern die Schwimmer durch tosende Bergflüsse. Die abgemilderte Form ist das Tubing: Per Spezialreifen geht es stromabwärts.  Die Kosten betragen rund 60 Euro pro Tour.

Paintball

Ausgerüstet mit Maske, Druckluftflasche und Farbkugeln, spielen Teams um die Eroberung der gegnerischen Flagge. Wer von einem „Markierer“ getroffen wird, muss das Spielfeld verlassen. Inzwischen gibt es Turniere und eine Deutsche Paintball Liga (DPL). Schmerzhafte Blessuren sind unausweichlich.  Eine Komplettausrüstung kostet rund 500 Euro.

Poweriser

Neuster Trend aus den USA: Federgetriebene Sprungelemente aus Aluminium und glasfaserverstärktem Kunststoff, die an Fuß und Unterschenkeln befestigt werden, ermöglichen zwei Meter hohe Sprünge aus dem Stand, fünf Meter weite Schritte und eine Geschwindigkeit beim Laufen von bis zu 40 Kilometer pro Stunde. Das „Extremsportgerät“ ist „der Hingucker bei jedem öffentlichen Auftritt“ (Eigenwerbung).  Kosten: 420 Euro.

Weltall-Expedition

Fünf Tage sollen ausreichen, um Zivilisten auf eine 40-minütige Umlaufbahn in 38 Kilometer Höhe vorzubereiten. In Oklahoma (USA) absolvieren betuchte Kunden ein Astronauten-Training am Oklahoma Spaceport — inklusive persönlichem Betreuer und regelmäßigem Fitnesstest. Ab 2009 soll es das Angebot geben. Kosten: 210.000 Euro. Verfügbar und etwas preiswerter, aber dafür nur auf 22 Kilometer Höhe geht es in Kapstadt (Südafrika) mit einem alten Militärjet vom Typ BAC Electric Lightning. Kosten: 12.200 Euro.

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