Triebwerksbau: MTU will Ergebnis verdreifachen

Triebwerksbau: MTU will Ergebnis verdreifachen

von Rüdiger Kiani-Kreß

Der Münchner Triebwerkshersteller MTU rechnet mit keinerlei Konjunktureinbußen und sieht gute Chancen, weiter überproportional vom Boom in der Flugzeugindustrie zu profitieren.

MTU-Chef Egon Behle kündigte in der WirtschaftsWoche an, dass MTU am Ziel festhalte, bis 2020 den Umsatz auf sechs Milliarden Euro zu verdoppeln. Das Ergebnis vor Steuern und Zinsen soll sich im gleichen Zeitraum nach gut 300 Millionen Euro in 2010 sogar fast verdreifachen. „Wir wollen die Marge verbessern in einer Bandbreite von 12 bis 14 Prozent vor Zinsen und Steuern“, so Behle. Bei dem angestrebten Umsatz von sechs Milliarden Euro bedeutet das einen Gewinn vor Steuern und Zinsen von bis zu einer Milliarde Euro. „Das geht deutlich in diese Richtung“, unterstreicht Behle. Derzeit liegt die Marge bei gut elf Prozent.

Dabei will MTU weiterhin an der Fertigung in Deutschland festhalten und plant keine Verlagerungen in den Dollar-Raum. „Das Restrisiko bei der Währung ist geringer als die Probleme, die eine Produktionsverlagerung bei Qualität und Entwicklung bringen könnte. Wir haben eine große natürliche Sicherung durch den Einkauf vieler Teile in Dollar. Für den Rest haben wir eine Währungssicherung für bis zu fünf Jahre.“

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Sinken wird bei steigenden Umsätzen dagegen die Bedeutung des Militärgeschäfts. „Mit der Verteidigung machen wir nur noch 18 Prozent unseres Umsatzes, in den zurückliegenden Achtzigerjahren waren es noch 75 Prozent. Wenn wir 2020 wie geplant sechs Milliarden umsetzen, werden es nur noch knapp zehn Prozent sein.“ Allerdings rechnet sich Behle Chancen aus, bei neuen Militärgeschäften zum Zuge zu kommen. „Da gibt es eine Reihe interessanter Ansätze, etwa die Ausschreibung für Kampfflugzeuge in Indien, wo der Eurofighter gute Chancen hat. Auch beim Militärtransporter A400M wird das internationale Interesse groß sein, wenn er mal bei der Truppe fliegt.“

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