Trotz Bahnstreiks: Gastroketten stürmen die Bahnhöfe

Trotz Bahnstreiks: Gastroketten stürmen die Bahnhöfe

von Henryk Hielscher

Die Lokführer streiken, die Züge stehen still, doch viele Schnellrestaurant- und Bäckereiketten legen ausgerechnet jetzt einen Zahn zu und eröffnen auf Deutschlands Bahnhöfen weitere Filialen.

Demnach sollen bei McDonald's in diesem Jahr acht Bahnhofsstandorte zu den bestehenden 82 hinzukommen, unter anderen im Duisburger und Aschaffenburger Hauptbahnhof. Die Hamburger Backkette Le Crobag, bisher mit 120 Standorten an 70 Bahnhöfen vertreten, plant zwölf Neueröffnungen. Der Essener Backdiscounter Backwerk will die Zahl seiner Bahnhofsstandorte von derzeit 20 bis Jahresmitte auf 25 erhöhen. Auch die Fischkette Nordsee und der Brezelfilialist Ditsch streben einen Ausbau ihres Standortnetzes auf Bahnhöfen an.

Die Bäckereikette Kamps will zudem ein neues Konzept erproben. „In Hamburg werden wir im Frühjahr ein Kamps-Geschäft eröffnen, das nicht nur Backwaren sondern auch Suppen anbietet - 24 Stunden am Tag", sagte Cornelius Everke, Chef des Reisegastronomiespezialisten SSP, der WirtschaftsWoche.

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SSP betreibt in Deutschland insgesamt 179 Bahnhofsgeschäfte für Marken wie Kamps, Burger King und Segafredo. Hintergrund der Expansionspläne vieler Gastronomiekette ist die hohe Kundenfrequenz an Bahnhöfen.

Von den aktuellen Streiks der Lokführer erwartet die Branche tendenziell negative Auswirkungen auf ihr Geschäft, da vor allem Pendler auf Bahn-Alternativen ausweichen. Die Streiks würden das Geschäft mit Kaffee und Brötchen nur dann ankurbeln, „wenn sich die Pendler vorher nicht darauf einstellen können“ und wenn die Streiks „nicht zu lange dauern“, sagte SSP-Chef Everke dem Magazin.

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