U-Bahn-Skandal: Krumme Geschäfte im Untergrund

U-Bahn-Skandal: Krumme Geschäfte im Untergrund

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U-Bahn Baustelle in Köln

Die Affäre um die Kölner U-Bahn ist nicht das erste Baudesaster der Stadt. Und Köln nicht der einzige Tatort. Deutschlandweit erleidet die Bauindustrie Millionenschäden durch Korruption und Diebstahl.

61,5 Millionen Euro zahlte die Provinzial-Versicherung der Stadt Köln nach dem Einsturz des Stadtarchivs im März 2009. Den Schaden beziffert die Stadt zwar auf mehr als das Fünffache, aber das Archiv war nicht höher versichert. Das Haus stand direkt neben einer U-Bahn-Baustelle. Jetzt sorgt der U-Bahn-Bau erneut für Aufsehen. Messprotokolle sollen manipuliert, Eisenbügel unterschlagen oder gestohlen und weiterverkauft worden sein.

Baubranche bei Korruption ganz vorn

66 Millionen Euro beträgt laut Bundeskriminalamt der Wert der Baumaschinen und des Materials, das Diebe jährlich von deutschen Baustellen stehlen. Der Versicherer HDI Gerling schätzt jedoch, dass allein der Schaden durch entwendete Baumaschinen in die Hunderte Millionen geht. Bagger, Schlepplader und Rüttelplatten werden dann in andere Länder verschoben. Oft sind es Auftragsdiebstähle.

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18,9 Prozent der Korruptionsstraftaten entfallen laut Bundeskriminalamt auf die Bauindustrie, mehr als auf jede andere Branche in Deutschland. Köln spielt dabei eine unrühmliche Rolle. Der Soziologe Erwin Scheuch, gebürtiger Kölner, untersuchte den „kölschen Klüngel“ sogar wissenschaftlich. Die letzte große Affäre, der Kölner Müllskandal 2002, wird am kommenden Freitag vor dem Kölner Landgericht erneut verhandelt.

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