Übernahme durch ACS: Aktien-Stornos entscheiden über Hochtiefs Schicksal

Übernahme durch ACS: Aktien-Stornos entscheiden über Hochtiefs Schicksal

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Storno oder nicht: Im Übernahmekampf um Hochtief kommt es drauf an, wie viele Aktienangebote wieder zurückgezogen werden.

von Harald Schumacher

Am Donnerstag will ACS verkünden, ob der spanische Baukonzern nun mehr als 30 Prozent am Übernahmeziel Hochtief hält. Doch auch ein scheinbar eindeutiges Ergebnis könnte juristisch heiß umstritten sein: Es kommt darauf an, wie viele Aktienangebote bis heute wieder zurück gezogen wurden.

Das Ende der Übernahmeschacht um Hochtief wurde seit September vergangenen Jahres nun mindestens schon ein halbes Dutzend Mal voreilig verkündet, und so wird es vermutlich auch am kommenden Donnerstag sein.

Denn an diesem Tag will ACS, der Baukonzern des Real-Madrid-Päsidenten Florentino Perez, mitteilen, wie hoch der eigene Anteil an Hochtief inzwischen ist. Die letzte Etappe des Procederes um das am 1. Dezember vorgelegte Übernahmeangebot endet formell am heutigen Dienstag. Scheinbar verkaufswillige Hochtief-Aktionäre konnten bis heute von ihrem Angebot an ACS zurück treten, etwa um die Anteile doch zu behalten oder um sich von anderen Anbietern im außerbörslichen Handel höhere Preise zahlen zu lassen. Die Veröffentlichung des neuen ACS-Anteils ist einer der wichtigsten Tage im Kampf um Hochtief.

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Gut möglich allerdings, dass das Ergebnis nicht eindeutig ist sondern rechtlichen Interpretationsspielraum zulässt. Die Logik dahinter ist einigermaßen kompliziert. Zuerst hatte ACS am 4. Januar mitgeteilt, mit neu angebotenen Aktien auf 30,34 Prozent der Hochtief-Anteile zu kommen. Am 21. Januar dann hieß es, aufgrund weiterer Angebote in der zweiten Phase der Angebotsrunde komme ACS nun auf 31,59 Prozent.

Im Fall Hochtief/ACS unabhängige Juristen wie Oliver Maaß, Aktienrechts-Spezialist der Kanzlei Heisse Kursawe Eversheds in München, vertreten den Standpunkt, maßgeblich für die Frage, ob Stornierungen der Angebote ACS wieder unter die 30-Prozent-Schwelle drücken, sei nur der Status nach der ersten Angebotsphase, die mit 30,34 Prozent endete. Dann hätte ACS trotz der später angedienten Aktien sein Ziel verfehlt, wenn rund 262 000 Aktien von Stornierungen betroffen sein sollten.

ACS dürfte das Wertpapierübernahmegesetz anders interpretieren und sich auf den Status am Ende der zweiten Angebotsphase berufen. Auf Basis der 31,59 Prozent würde ACS die 30-Prozent-Grenze nur verfehlen, wenn rund 1,23 Millionen Aktien von den Anbietern wieder zurückgezogen wurden.

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