Übernahme: Magna: Milliarden-Staatsbürgschaft für Opel reicht

Übernahme: Magna: Milliarden-Staatsbürgschaft für Opel reicht

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Der Autozulieferer Magna hält die von der Bundesregierung in Aussicht gestellten Staatsbürgschaften über 4,5 Milliarden Euro zur Übernahem von Opel für ausreichend

Der Autozulieferer Magna hält die von der Bundesregierung in Aussicht gestellten Staatsbürgschaften über 4,5 Milliarden Euro zur Übernahem von Opel für ausreichend. Unterdessen hat Opel-Betriebsratschef Klaus Franz um die Unterstützung der Standortländer des Autobauers für dessen geplante Übernahme durch Magna geworben.

"Wir werden damit auskommen", sagte Magna-Co-Chef Siegfried Wolf am Dienstagabend. "Wir haben seit unserem Interesse an Opel mit sehr klaren Zahlen und Fakten gerechnet, wir haben nie nachgebessert, und wir sind sehr überzeugt davon, dass das ausreichend ist", fügte er hinzu.

Zuletzt hatte unter anderem Dirk Pfeil, der Vertreter der Bundesländer in der Opel-Treuhand, davor gewarnt, die 4,5 Milliarden Euro könnten nicht ausreichen. Deutschland will die Staatsbürgschaften mit anderen Ländern teilen, in denen Opel Werke hat. Jedoch äußerte sich gestern nach Belgien auch Spanien skeptisch über die Entscheidung, Opel an ein Konsortium aus Magna und der russischen Sberbank zu verkaufen.

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Unterdessen hat Opel-Betriebsratschef Klaus Franz um die Unterstützung der Standortländer des Autobauers für dessen geplante Übernahme durch Magna geworben. Wenn andere Länder Skepsis gegenüber dem von der Bundesregierung stets favorisierten Magna-Konzept äußerten, dürften sie das Zustandekommen der Brückenfinanzierung für Opel während der Insolvenz der Konzernmutter General Motors nicht vergessen.

Dass es die Werke in Spanien, Polen, Belgien und England noch gebe, hätten sie dem entschlossenen Handeln der Bundesregierung zu verdanken, sagte Franz heute im Deutschlandfunk. „Denn ansonsten wären diese Standorte insolvent gegangen mit General Motors zusammen, und dieser Punkt muss eben auch mal in den Ländern diskutiert werden.“

Am Dienstag hatte sich nach Belgien auch Spanien skeptisch über die Entscheidung geäußert, Opel an ein Konsortium aus Magna und der russischen Sberbank zu verkaufen. Franz mahnte an, die Zahl der in den verschiedenen Ländern drohenden Stellenverluste im Verhältnis zu sehen. „Es ist hart und schlimm und heftig, wenn beispielsweise in Spanien 1673 Arbeitsplätze abgebaut werden, aber das ist nicht mal der Teil, der im Bochumer Werk abgebaut werden soll“, sagte er Betriebsratschef.

An diesem Punkt seien derzeit viele Emotionen im Spiel. „Ich sehe das nicht so dramatisch.“ Für den 23. September kündigte Franz ein Treffen der europäischen Betriebsräte und Gewerkschaften in Antwerpen an. Die Arbeitnehmer würde ihren Kollegen im von der Schließung bedrohten dortigen Opel-Werk „kämpferisch unterstützen“. „Wir wollen betriebsbedingte Kündigungen und Werksschließungen verhindern überall in Europa“, sagte Franz.

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