Übernahmekampf: Yahoo kämpft mit harten Bandagen gegen Aktionärs-Aktivist Icahn

Übernahmekampf: Yahoo kämpft mit harten Bandagen gegen Aktionärs-Aktivist Icahn

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Übernahme abgesagt: Microsoft will Yahoo nicht haben

Der Internetkonzern Yahoo kämpft nun mit harten Bandagen gegen abtrünnige Aktionäre unter Führung des Milliardärs Carl Icahn. Trotz der Aktionärs-Kritik stellt Yahoo das bisherige Direktorium zur Wiederwahl. Um Zeit zu gewinnen, verschiebt Yahoo seine Hauptversammlung zudem vom 3. Juli auf Ende Juli. Die Antwort des Raider-Veteranen Icahn dürfte dementsprechend harsch ausfallen.

Yahoo lässt der harten Kritik von Aktionärs-Aktivist Carl Icahn nun entsprechende Taten folgen: Im Kampf um die Zukunft des Internet-Konzerns schwenkt das Yahoo-Management nun auf Konfrontationskurs mit abtrünnigen Aktionären ein. Trotz deren Kritik an der bisherigen Abwehrschlacht gegen Microsoft stellte Yahoo seine Direktoriumsmitglieder erneut zur Wiederwahl für die anstehende Hauptversammlung auf.

Gleichzeitig verkleinerte Yahoo sein Kontrollgremium wegen des Rücktritts von Edward Kozel um einen Sitz auf neun, wie aus einer Pflichtmitteilung heute hervorging. Zudem verschob Yahoo seine mit Spannung erwartete Hauptversammlung vom 3. Juli auf Ende Juli.

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Hauptversammlung wird spannend

Damit zeichnet sich ein dramatischer Showdown Ende Juli ab. Denn der US-Multimilliardär Carl Icahn hat sich vor kurzem mit einer klaren Marschrichtung bei Yahoo eingekauft : Er will bei der Hauptversammlung den zehnköpfigen Verwaltungsrat komplett mit eigenen Vertrauten besetzen lassen. Sein Ziel ist es, Yahoo doch noch zu einer Übernahme durch den Softwarekonzern Microsoft zu zwingen. Die Yahoo!-Führung hatte Anfang Mai ein 47,5 Milliarden Dollar (30,6 Mrd Euro) schweres Angebot Microsofts ausgeschlagen.

Nun teilte Yahoo allerdings mit, neben Großaktionär Icahn hätten noch weitere Investoren Yahoo darüber informiert, dass sie auf der Hauptversammlung eigene Kandidaten für das Kontrollgremium ins Rennen schicken wollten. So würden sich zwei Aktionäre, bei denen es sich jeweils nicht um Icahn handle, selbst zur Wahl stellen.

Ein weiterer Aktionär habe Yahoo mitgeteilt, er wolle auf der Hauptversammlung wie Icahn gleich eine komplette Mannschaft für das Direktorium durchsetzen. Die von Icahn bereits benannten Kandidaten bezeichnete Yahoo als eine schlechte Wahl, die nicht im besten Interesse der Aktionäre sei.

Zum Rücktritt von Edward Kozel teilte Yahoo mit, Kozel habe Yahoo in einem Brief darüber informiert, dass er eigentlich bereits im Februar das Gremium verlassen wollte, um mehr Zeit mit seiner Familie zu verbringen. Er sei jedoch geblieben, nachdem der weltgrößte Softwarekonzern Microsoft ein Gebot für Yahoo vorgelegt habe.

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