Uli Becker wird Reebok-Chef: Adidas stellt wieder Rekorde auf und hebt Dividende an

Uli Becker wird Reebok-Chef: Adidas stellt wieder Rekorde auf und hebt Dividende an

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Sportschuhe von adidas

Der Sportausrüster Adidas hat im vergangenen Jahr erneut Rekorde bei Umsatz und Gewinn aufgestellt und will eine deutlich höhere Dividende zahlen. Die Gewinnausschüttung werde auf 50 von 42 Cent je Aktie erhöht, teilte das Unternehmen heute im fränkischen Herzogenaurach mit.

Der Überschuss legte um 14 Prozent auf 551 Millionen Euro zu und traf damit fast genau die Schätzungen der von Reuters befragten Analysten. Der Umsatz legte um zwei Prozent auf 10,29 Milliarden Euro zu. Wie die Rivalen Nike und Puma kämpft Adidas mit Umsatzrückgängen in Nordamerika, dem weltgrößten Markt für Sportartikel. Dort sanken die Erlöse 2007 um gut neun Prozent, die für gut drei Milliarden Euro erworbene US-Tochter Reebok musste ein Minus von sechs Prozent hinnehmen.

Dort kommt es im April zu einem Führungswechsel: Der 44-jährige Deutsche Uli Becker, zuletzt Marketing-Chef bei Reebok, soll neuer Chef der US-Tochter werden. Er ersetzt Paul Harrington. In Europa, Asien und Lateinamerika sowie mit der Kernmarke Adidas standen dagegen 2007 hohe Wachstumsraten zu Buche. Im laufenden Jahr will Adidas von Großereignissen wie der Fußball-Europameisterschaft in Österreich und der Schweiz sowie den Olympischen Spielen in Peking profitieren. Der Umsatz soll währungsbereinigt um einen hohen einstelligen Prozentsatz klettern, der Überschuss sogar um mindestens 15 Prozent.

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Dies wäre der achte zweistelligen Gewinnzuwachs hintereinander, sagte Adidas-Chef Herbert Hainer. Zuversichtlich stimmen ihn die Auftragseingänge der Kernmarke Adidas: Sie lagen Ende 2007 währungsbereinigt um 17 Prozent über dem Vorjahresniveau. Bei Reebok fielen die Orders währungsbereinigt um acht Prozent. In den USA leiden zahlreiche Sportartikel-Hersteller unter den Problemen bei Foot Locker.

Der Sporthändler will hunderte Läden schließen und Lagerbestände abbauen und ordert deshalb kaum noch neue Ware. Adidas meidet Foot Locker, weil die Amerikaner mit Billigangeboten die Preise kaputtmachen, wie Hainer zuletzt sagte.

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