Umsätze der Rüstungsbranche: Ein Hauch von Guttenberg beim Rüstungs-Ranking

KommentarUmsätze der Rüstungsbranche: Ein Hauch von Guttenberg beim Rüstungs-Ranking

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Dir Rüstungsbranche lässt ihre Umsatzzahlen gerne abtauchen. Im Bild das erste von drei in Deutschland gebauten U-Booten der israelischen Marine, die "INS Dolphin"

von Rüdiger Kiani-Kreß

Die neue Übersicht über die Rüstungsbranche vom Stockholmer Friedensforschungsinstitut SIPRI bringt Transparenz in die verschlossene Industrie. Die Liste wäre noch wertvoller, wenn sie weniger an die Arbeit eines Fachmagazins erinnerte.

Keine Branche versteckt sich und ihre Produkte so gern wie die Rüstungsbranche. Zwar wachsen die Unternehmen angesichts der Terrorgefahr immer stärker in positiver besetzte Arbeit. So stellen die Rüstungsfirmen Sicherheitstechnologien her, die der Überwachung, Grenzsicherung and Schutz von Angriffen auf Infrastruktur wie Trinkwassersysteme und Computersysteme dienen. Zudem bieten die Waffenschmieden jede Menge krisensichere Hightech-Jobs. 

Doch das Bild in der Öffentlichkeit prägen eben nach wie vor Tötungsmaschinen wie Panzer und Kampfflieger. Zudem leben alle Unternehmen überwiegend von Steuergeld. Darum sind Übersichten über die Branche, wie sie heute das Stockholmer Friedensforschungsinstitut SIPRI vorgestellt hat, immer eine gute Idee.

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Seltsam gleichlautend

Das SIPRI hat die 100 umsatzstärksten Rüstungsunternehmen in einer Liste dargestellt. Doch leider hat die Übersicht des ansonsten renommierten und sachlichen Instituts etwas mit Verteidigungsminister Karl-Theodor zu Guttenberg gemeinsam, genauer mit seiner Doktorarbeit. Denn wie die Stockholmer sie umsetzen ist leider nicht neu, sondern in großen Teilen inspiriert vom Branchenführer Defense News. Das Fachmagazin veröffentlicht jedes Jahr im Juni die gleiche Liste seit Jahren: 100 Unternehmen nach Rüstungsumsatz geordnet, ergänzt durch den Gesamtumsatz. Und das eben im Juni des Folgejahres und nicht wie SIPRI mehr als ein Jahr nach Ende des Geschäftsjahres.

Trotzdem ist die Sipri Liste eine gute Ergänzung. Denn die Analysten der Schweden listen auch die Zahl der Beschäftigten und den Gewinn, wenn auch leider nur des Gesamtunternehmens und nicht der Rüstungssparte. Zudem haben beide Listen notgedrungen ein Manko. Ihnen fehlen die großen Anbieter aus China und Ländern wie Ukraine oder Kasachstan. Deren Betriebe sind quasi Behörden und veröffentlichen daher traditionell gar keine Zahlen. Dabei würden zumindest einige der chinesischen Betriebe sicher in der Liste auftauchen. Aber am Ende ist die Sipri Liste trotz der Schrammen doch ein Fortschritt hin zu mehr Transparenz der Branche.

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