Umsatz-Plus: Porsche ist weiter gut unterwegs

Umsatz-Plus: Porsche ist weiter gut unterwegs

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Porsche: Arbeiter im Stammwerk in Stuttgart-Zuffenhausen

Dem Sportwagenbauer Porsche geht es weiter gut: In den ersten sechs Monaten des laufenden Geschäftsjahres 2007/08 wird der Umsatz voraussichtlich um 14,2 Prozent auf rund 3,5 Milliarden Euro steigen.

Das teilte Vorstandschef Wendelin Wiedeking heute auf der Hauptversammlung in Stuttgart mitteilte. Der Absatz dürfte sogar um 18,7 Prozent auf rund 46.600 Fahrzeuge zulegen. Wiedeking bekräftigte eine positiven Ausblick für das Gesamtjahr.

Der Vorstandschef sagte: „Wenn am Ende nichts Unvorhergesehenes passiert, dürften wir wieder ein Ergebnis erzielen, bei dem wir die Freudentränen nur schwerlich unterdrücken können“. Angaben zum Halbjahresgewinn will das Unternehmen erst im März machen. „Auch das Halbjahresergebnis dürfte unseren optimistischen Erwartungen entsprechen“, sagte Wiedeking.

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Man liege mit dem operativen Ergebnis des Fahrzeuggeschäfts gut im Plan, und mit den Kurssicherungsgeschäften im Zusammenhang mit der langfristigen VW-Strategie sei man ebenfalls gut unterwegs. Porsche hält knapp 31 Prozent an Europas größtem Autobauer. Wiedeking sagte bei dem ersten Aktionärstreffen der Porsche Automobil Holding SE mit Blick auf das Volkswagen-Engagement: „Niemand wird uns mehr daran hindern, die nächsten Schritte zu gehen, sofern wir es wollen - auch nicht der Konzernbetriebsrat von Volkswagen.“ Er klagt gegen die Mitbestimmungsvereinbarung der Holding, in dem der VW-Anteil und Porsche gebündelt sind. Mit Verweis auf die Klage sagte der Porsche-Chef: „Wir stellen weder soziale Errungenschaften wie die paritätische Mitbestimmung noch die Tarifautonomie in Frage.“ Wiedeking kritisierte auch den jüngsten Entwurf von Bundesjustizministerin Brigitte Zypries (SPD) zur Änderung des VW-Gesetzes.

Beim Absatz legte der Autobauer ebenfalls zu: Der Geländewagen Cayenne werde im ersten Halbjahr voraussichtlich eine Verdoppelung auf rund 20.340 Fahrzeuge ausweisen. Beim 911-er erwarte das Unternehmen bis Ende Januar rund 16.360 verkaufte Fahrzeuge. Ein Minus von rund 5,6 Prozent. Die Boxster-Baureihe einschließlich der Cayman-Modelle dürfte rund 9.900 Fahrzeuge erreichen, nach 11.979 Einheiten im vergleichbaren Zeitraum des Vorjahres.

Kritik an EU-Kommission

Das Absatzwachstum fällt den Angaben zufolge in den Regionen unterschiedlich deutlich aus: So entwickele sich Nordamerika mit einem voraussichtlichen Plus von 11,4 Prozent auf rund 16.200 Fahrzeuge weiterhin positiv. Porsche sei für eine mögliche Wirtschaftskrise in den USA gewappnet, die Lagerbestände dort seien bereits deutlich reduziert worden. Deutschland verzeichne einen leichten Zuwachs auf etwa 5700 Fahrzeuge nach zuvor 5498 Autos.

Wiedeking übte erneut heftige Kritik an den Plänen der EU-Kommission zur CO2-Reduzierung. Er lasse den deutschen Premiumherstellern „kaum noch Luft zum atmen.“ Und da diese Ungleichbehandlung offensichtlich nicht genug sei, solle die Autoindustrie um ein Vielfaches von dem belastet werden, was für die anderen Industriezweige gelte. So soll eine Tonne CO2-Ausstoß die Kraftwerke sowie die Chemie- oder Stahlindustrie nur mit rund 30 Euro belasten, die Automobilindustrie dagegen mit bis zu 475 Euro.

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