Verbraucher-Umfragen der Gesellschaft für Konsumforschung (GfK) hatten gezeigt, dass die Deutschen zum Jahresschluss 2003 wieder skeptischer in die Zukunft geblickt hatten. Angesichts der Talfahrt der Einzelhandelsumsätze gehen die Volkswirte der Commerzbank davon aus, dass die privaten Konsumausgaben im vierten Quartal 2003 etwas gesunken sind. Insgesamt erwarten Ökonomen aber, dass die deutsche Wirtschaft im Schlussquartal wieder etwas stärker gewachsen ist. Für 2004 prognostizieren die meisten Experten eine Erholung mit Wachstumsraten zwischen knapp eineinhalb und gut zwei Prozent.
Bei den Einzelhandelsdaten wiesen die Statistiker darauf hin, dass der November 2003 einen Verkaufstag weniger hatte als der November 2002. In den ersten elf Monaten des Jahres setzten die Einzelhändler den Angaben zufolge real 1,2 % und nominal 1,1 % weniger um als ein Jahr zuvor.
Unter den Einzelhandelsbranchen waren im November die Versandhändler von besonders drastischen Umsatzrückgängen betroffen: Real verkauften sie fast elf Prozent weniger als im November 2002. Die Geschäfte mit Textilien, Bekleidung und Schuhe setzten real 8,5 % weniger ab. Lediglich die Einzelhändler von kosmetischen, pharmazeutischen und medizinischen Produkten verzeichneten ein reales Umsatzplus von 0,2 % zum Vorjahr. Diese Gruppe verbuchte mit einem Plus von real 1,8 % in den ersten elf Monaten auch als einzige Branche außerhalb des Nahrungsmittelhandels Umsatzzuwächse.
Auch die Großhändler hatten im November mit schwacher Nachfrage zu kämpfen: Ihre Umsätze sanken real um 0,7 % und nominal um 0,3 % zum Oktober. In den ersten elf Monaten lagen die Umsätze der Branche aber nominal um 0,8 und real um 0,1 % über dem Niveau des Vorjahreszeitraums.























