Universalladegerät: Die Tücken der EU-Ladenorm für Handys

Universalladegerät: Die Tücken der EU-Ladenorm für Handys

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Micro-USB als gemeinsamer Standard: Der EU-Einheitsstecker für Handy-Ladegeräte

Ein Einheitsstecker soll den Ärger mit den Handy-Ladegeräten beenden. Mit ihm sollen künftig auch Telefone der Konkurrenz aufgeladen werden. Doch schon jetzt kündigt ein prominenter Hersteller einen Sonderweg an.

Gerade mal sieben Millimeter breit und knapp zwei Millimeter ist er hoch, der Stecker, der Europas Handy-Landschaft verändern soll: mit einem EU-weit einheitlichen Ladegerät für Smartphones, auf das sich 14 Hersteller geeinigt haben – nach jahrelangem Drängen der Gemeinschaft.

Der Universalstecker, so hofft die EU-Kommission, macht den Frust mit dem passenden Ladegerät ein Ende. Denn diese haben bei den Verbrauchern einen schlechten Ruf: Sie passen nur für die Geräte eines Herstellers, oft nicht mal für das Nachfolgemodell, - und verbrauchen Energie, wenn sie bloß in der Steckdose stecken.

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Samsung, Apple, Motorola, Nokia und der Blackberry-Hersteller RIM, werden künftig ihre Smartphones mit dem Einheitslader ausstatten. Bereits ab der Jahresmitte sollen Mobiltelefone mit dem Universalstecker erhältlich sein.

Auch der koreanische Handybauer HTC, der nicht zu den Unterzeichnern des Abkommens gehört, macht mit: „HTC unterstützt die von der Europäischen Kommission festgelegten Standards für Handy- und Smartphone-Ladegeräte“, hieß es auf Anfrage von wiwo.de. Der weltweit achtgrößte Handy-Hersteller verwendet laut Eigenangaben bereits seit 2009 Micro-USB-Stecker als Ladeanschluss. „HTC wird auch weiterhin alle kommenden Smartphones auf Basis dieses Standards entwickeln und fertigen“, sicherte HTC zu.

Vorteile für Konsumenten - und für die Umwelt

Doch die Einheitstechnik hat einen Haken: Verbraucher müssen es möglicherweise als Zubehör kaufen, da Handys künftig ab Werk auch ohne Ladegeräte geliefert werden. Die Universal-Ladegeräte werden voraussichtlich zwischen zehn und 30 Euro kosten, schätzt Marc Thylmann vom Branchenverband Bitkom.

Nicht nur für die Konsumenten, auch für die Umwelt hat das Einheitsgerät Vorteile: Mit ihm fällt deutlich weniger Elektroschrott an, zudem haben die neuen Geräte eine sehr hohe Energieeffizienz. Und die Ladegeräte könnten auch andere Elektroniksparten zum Einsatz kommen. „Wir gehen von aus, dass die Geräte eine Art Signalwirkung haben werden. In ein paar Jahren gibt es hoffentlich auch Digitalkameras und Navis mit gleichem Stecker“, hofft Thylmann.

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