Kommentare zu: Beratungsgeschäft wird auch für McKinsey schwieriger

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17 Kommentare
  • 01.07.2009, 20:05 UhrAnonymer Benutzer: Bond

    ich frage mich auf welcher Grundlage so manches beratungshonorar bezahlt wird. Dafür ist offenbar immer genug Geld in der Firmenkasse vorhanden. Denn die Ergebnisse sind oft nicht erkennbar und könnten von vielen Unternehmen besser und billiger intern gelöst werden.

  • 01.07.2009, 23:42 UhrAnonymer Benutzer: Berater

    Sicher brechen die budgets weg (und das jetzt ist nur der Anfang), aber ich höre auch kritische Stimmen seitens der Entscheider die meinen, die Consultingfirmen hätten in der Vergangenheit etwas zuviel verdient, indem sie beispielsweise noch sehr junge, wenig erfahrene berater in Projekte involviert haben, aber nichtsdestoweniger saftige Stundensätze fakturierten. Die Gewinnmargen werden jetzt wohl ziemlich dünner ausfallen.

  • 01.07.2009, 23:57 UhrAnonymer Benutzer: Manager wollen Verantwortung abschieben

    Die beratung ist die vorgeschobene Kulisse, hinter der sich Pfeifen verstecken, die ihre Kernaufgabe, eine hohe Verantwortung zu tragen, gar nicht erfüllen (die aber die Spitzengehälter einstreichen) und die dann berater als Pappkameraden nutzen. Diese bekommen dann hinter den Kulissen gesagt, was sie zu beraten und zu schreiben haben. Auf diese Weise haben es dann die anderen (nicht man selbst) gesagt, die anderen also, gegen die man leider / Gott sei Dank nichts machen kann, weil sie so schlau sind und schon ein paar brocken Englisch plappern können.

    Kein Arbeitnehmer kann sonst seine Arbeit an jemanden abtreten, nur weil er sie nicht beherrscht oder weil es ihm zu riskant ist. Kein Chirurg darf seine Arbeit an jemanden abtreten, nur weil er mit seinem Latein am Ende ist oder weil ihm die Entscheidung zu riskant ist.

    Manager gehören hinausgeworfen, die höchste Gehälter einstreichen, aber den Gegenwert der Übernahme höchster Verantwortung umgehen, indem sie diese Verantwortung abschieben und damit noch weitere Unkosten erzeugen.

  • 02.07.2009, 00:54 UhrAnonymer Benutzer: nn

    Die Unternehmensberater hat viele Gemeinsamkeiten mit den bank-Kundenberatern. Keine Ahnung von der Materie, tragen Schlips und Kragen und rauben ihre "Kunden" nach Kräften aus.

    Wenn wir andere als die bisherigen Charaktere an verwortliche Positionen derigieren, braucht es keine Unternehmensberater.

  • 02.07.2009, 00:58 UhrAnonymer Benutzer: Hägar Schmidt

    "Der Auftraggeber war früher selbst Partner beim größten Consulter Deutschlands, der Schwager arbeitet dort immer noch."

    So viel zu der "Qualität" die McKin$ey verkauft. Es ist einfach peinlich. Chefs die wirkliche Leistung einkaufen wollen, kaufen stattdessen freie berater ein. Aber solche Chefs sind nicht die Regel.

  • 02.07.2009, 12:23 UhrAnonymer Benutzer: Berater

    @Manager wollen Veranwortung abschieben
    Dieser Standpunkt ist etwas extrem. Die Aufgabe des externen beraters ist es, beim Klienten nicht vorhandene oder schwach strukturierte Kompetenzen zu ersetzen. Oder sie zu erfüllen, wenn die Strukturen des Unternehmens durch Prioritäten absorbiert sind. Es ist aber auch wahr, dass manche Firmen in den beratern ein Wundermittel sahen, denn die Weltkrise verstört viele Entscheider. Leider wurden und werden gerade die grossen Consultingfirmen wie Finanzinstitute dirigiert, d.h. Profitmaximierung um jeden Preis, wer kein Regenmacher ist, fliegt raus. Das geht oft zu Lasten der Qualität und wird jetzt angesichts des Epochenwechsels hoffentlich korrigiert.

  • 02.07.2009, 17:02 UhrAnonymer Benutzer: Prophet

    Zitronenfalter falten auch keine Zitronen !

    und Unternehmensberater .........

  • 02.07.2009, 17:17 UhrAnonymer Benutzer: @Berater .. "extrem?" Nein!

    ich zitiere:
    "Die Aufgabe des externen beraters ist es, beim Klienten nicht vorhandene oder schwach strukturierte Kompetenzen zu ersetzen"

    Meine Formulierung "Pfeife" ist bei inkompetenz nur eine griffige und sehr treffende, aber keinesfalls eine "extreme" Feststellung. Extrem ist etwas ganz anderes:

    1) Extrem (schlecht) z.b. ist die Leistung von Managern, die ihre inkompetenz durch beratung ausgleichen müssen und die dazu dann völlig unerfahrene, junge und inkompetente bWL-Spunte mit Schlips und Kragen und noch viel größerem Mundwerk holen, deren Aufgabe es nur ist, die erfahrenen Leistungsträger abzuducken, Managerversagen zu vertuschen und Managerschuld zu verschieben.

    2) Extrem ist z.b. auch die Meinung, daß man inkompetente Leute nicht als Pfeifen bezeichnen dürfe und daß man von " nicht vorhandenen oder schwach strukturierten Kompetenzen" sprechen solle.

    Diese extreme Schönrednerei schlimmer Mißstände muß aufhören, wenn die Gesellschaft nicht an die Wand fahren soll.

  • 02.07.2009, 21:38 UhrAnonymer Benutzer: global

    Gut, so drastisch lässt ich das Problem nicht pauschlisieren. Es kommt aus meiner Sicht ganz auf die Erfahrung, das Geschick und das berufsverständnis des beraters an. Aber auch das der Klienten. berater sollen weder Vertriebsleute sein noch andere Aufgaben der Auftraggeber übernehmen. ich glaube aber allzuoft ist das so...Treffen sich nun faule Vorstände und faule berater (am besten noch unerfahrene Jungberater) kommt dieser beschriebene Eindruck heraus. dennoch sollte mahn nicht vergessen, das diverse berater auch schon tausende Stellen gerettet haben..selbst dann wenn sie dafür zehntausende streichen mussten. Das Problem liegt nie bei einem allein...ich jedenfalls habe (bei genauer Zieldefinition und Auswahl) gute Erfahrungen gemacht.

  • 03.07.2009, 10:01 UhrAnonymer Benutzer: Insider

    Die (ganz) großen Platzhirsche leben davon, Komplexität zu erzeugen und Lösungen für Probleme zu liefern, die es ohne sie nie gegeben hätte. Ab dem späten Nachmittag stecken die Jungs in ihren briefing Calls, um ihre Partner und Direktoren detailliert zu briefen, damit diese wiederum bei den CEOs mit schönen Geschichten aufwarten können (Vertrauen erzeugen, Schreck einjagen, Lösung liefern). So kommt man auf die beratungsdroge. Letztlich geht es für alle beteiligten - berater wie Top Mgmt. - um die Maximierung des Unterhaltungswerts und das Melken des (Unternehmens-)Wirts.

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