Unternehmer: Wie Merckle und Beckmann nicht ins Gespräch kamen

Unternehmer: Wie Merckle und Beckmann nicht ins Gespräch kamen

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Moderator Reinhold Beckmann (v.l.) mit seinen Gästen Ruth Irmgard Christiansen-Frettlöh, Monika Hauser, Iris Berben und Philipp Daniel Merckle

Der frühere Ratiopharm-Chef Philipp Merckle, dessen Vater Adolf Anfang Januar Selbstmord beging, trat bei "Beckmann" auf.

Als Philipp Merckle kam – um kurz nach Mitternacht deutscher Sendezeit – waren Iris Berben und die anderen Frauen schon wieder weg. Iris Berben hatte ihr neues Buch – über Frauen, die die Welt bewegen - vorgestellt. Die frühere Pastorin Ruth Irmgard Christiansen-Frettlöh sprach darüber, wie sie  als junges Mädchen in den letzten Kriegstagen von den Russen vergewaltigt wurde. Es war ein intensives, bewegendes Gespräch. Die Operndiva Jessye Norman sorgte anschließend für heitere Töne.

Dann saß Philipp Merckle alleine Beckmann gegenüber. Der Part war wohl separat aufgezeichnet worden – und passte auch nicht wirklich zum Rest der Sendung. Merckle und Beckmann kamen nie wirklich miteinander ins Gespräch.

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Merckle sollte über den Selbstmord seines Vaters reden. Als Beckmann dann fragt, welche letzten Eindrücke der Sohn vom Vater gewonnen hat, kontert Philipp Merckle keck, das sei jetzt doch gar nicht die richtige Frage. Beckmann lässt ihn reden – und Merckle verheddert sich fortan in nebulösen Sätzen. Spricht davon, dass es wichtig sei, „wie wir die Themen gestalten“, dass es in Unternehmen um die ganzheitliche Sicht  gehe und dass  sich Unternehmer nicht in Benchmarks und Renditezielen verlieren dürften. Klingt alles ganz gut. Doch so richtig klar wird nicht, was Philipp Merckle will. Und auch Beckmann sieht jetzt ziemlich verkniffen aus.

Kritische Berichte

Es geht dann irgendwie um Werte, um den Selbstmord des Vaters, um den mutmaßlichen Bestechungsskandal bei Ratiopharm, den Merckles Rausschmiss bei Ratiopharm durch den eigenen Vater. Reichlich Stoff für knappe zwanzig Talk-Minuten. Richtig klar wird auch hier nichts.

Und dann gebe es ja noch kritische Berichte, sagt Beckmann. In Merckles eigenem Unternehmen Gruschwitz, einem Textilhersteller aus dem Allgäu, solle es ja Ärger geben. Beckmann sekundiert dann geheimnisvoll, die Berichte seien womöglich von wem auch immer gesteuert.  Heiße Luft sei das alles, meint Philipp Merckle. Damit ist dann auch dieses Thema  erledigt.

Ehe jetzt noch mehr Verwirrung entstehen kann, ist die Sendezeit vorbei. Es folgt das ARD-Nachtmagazin. Der Abspann läuft, Beckmann und Merckle prosten sich mit Wassergläsern zu. Gut, dass wir miteinander gesprochen haben. Worüber eigentlich?

PS.: Einen dieser kritischen Berichte finden Sie hier bei wiwo.de. Aus eigenem Antrieb recherchiert – und garantiert nicht ferngesteuert.

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