US-Autobauer: General Motors bald zu 70 Prozent in Staatshand?

US-Autobauer: General Motors bald zu 70 Prozent in Staatshand?

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GM-Logo bei einem US-Autohändler: Eine Insolvenz des einst weltgrößten Autobauers General Motors steht unmittelbar bevor.

Der Countdown läuft: Gestern haben tausende Gläubiger den Umschuldungsplan des schwer angeschlagenenen US-Autobauers General Motors (GM) abgelehnt. Bei einer Insolvenz könnte die US-Regierung bis zu 70 Prozent an GM übernehmen.

Nur eine Haaresbreite trennt den Opel-Mutterkonzern General Motors (GM) nun von der Insolvenz: GM ist mit seinem Angebot an die Gläubiger zum Schuldenverzicht gescheitert. Damit gilt ein baldiger Insolvenzantrag des größten US-Autobauers als kaum mehr vermeidbar.

Die Zustimmung unter den mehreren zehntausend Kreditgebern sei bei weitem niedriger gewesen als zur Annahme nötig, tteilte der US-Autobauer heute mit. Eine Gruppe von Gläubigern hatte die Verhandlungen gestern Nacht verlassen. Für sie sei der Plan untragbar, die Schulden in Anteile an einer neuen General Motors umzuwandeln, erklärte ein Sprecher der Main Street Bondholders. Für 27 Milliarden Dollar ausstehender Anleihen sollten die Investoren 10 Prozent an dem Unternehmen bekommen. Der komplette Börsenwert liegt aktuell aber nur noch bei knapp 900 Millionen Dollar.

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GM-Insolvenz scheint unausweichlich

Mindestens 90 Prozent der Anleihe-Gläubiger müssten dem Angebot zustimmen, um eine der Bedingungen der US-Regierung zu erfüllen.  Barack Obamas Auto-Team hat GM eine Frist bis nächsten Montag gesetzt, einen tragfähigen Sanierungsplan vorzulegen. Andernfalls muss das mit inzwischen 19,4 Milliarden Dollar Staatsgeldern gestützte Unternehmen Konkurs anmelden. .(Details zu den Risiken einer GM-Insolvenz lesen Sie hier). 

Die US-Regierung könnte nach einer Insolvenz bis zu 70 Prozent der Anteile an einen neuen GM-Konzern übernehmen, berichtete das „Wall Street Journal“. Die Autoarbeitergewerkschaft UAW teilte inzwischen mit, sie werde 20 Prozent der GM-Aktien bekommen, als Gegenleistung für den Verzicht auf einen Teil des Betrags von 20 Milliarden Dollar, den GM einem neuen Gesundheitsfonds für Pensionäre schuldet.

Langsam kristallisiert sich nun auch heraus, wie es mit der deutschen GM-Tochter Opel weitergehen soll. Letzten Meldungen zufolge hat Opel nun einen Durchbruch bei der Abspaltung von GM erzielt: GM überträgt nun alle europäischen Werke vollständig an Opel.

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