US-Autobauer: General Motors Weg in die Insolvenz

US-Autobauer: General Motors Weg in die Insolvenz

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General Motors Headquarter in Detroit

Der einst größte Autobauer der Welt wird heute Insolvenz anmelden. Durch den größten Bankrott in der US-Geschichte könnten 14 Werke und ein Drittel der Jobs wegfallen. Doch die Restrukturierung ist die letzte Chance für den Autoriesen.

Der US-Autobauer General Motors meldet nach Berichten des "Wall Street Journal" und der Nachrichtenagentur AP heute Insolvenz an. Es ist der größte Bankrott in der Geschichte der US-Industrie.

Nach Angaben aus Kreisen des US-Kongresses, soll die US-Regierung in diesem Zusammenhang 60 Prozent der Anteile von GM übernehmen. Dem Vernehmen nach sollen der Umstrukturierung rund 21.000 Arbeitsplätze bei GM zum Opfer fallen, das ist rund ein Drittel der Belegschaft.

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Dauer von 60 bis 90 Tagen

US-Präsident Barack Obama plant im Laufe des Montags, in einer Rede an die Nation noch einmal 30 Milliarden Dollar (21 Milliarden Euro) für die Restrukturierung des Autobauers anzukündigen, wie weiter aus dem Weißen Haus verlautete. Außerdem wolle Obama betonen, dass sich die Regierung aus den geschäftlichen Entscheidungen bei GM heraushalten werde. GM hat bislang bereits fast 20 Milliarden Dollar Staatshilfe von Washington erhalten.

Eine andere Person, die ebenfalls mit den Vorgängen betraut ist erklärte, die kanadische Regierung werde 12,5 Prozent von GM übernehmen. 17,5 Prozent sollen an einen Gewerkschafts-Trust für Gesundheitskosten gehen, die bisherigen Gläubiger sollen zunächst 10 Prozent erhalten mit der Option, ihren Anteil auf bis zu 25 Prozent zu erhöhen. Die Regierung rechnet den Kreisen zufolge mit einer Dauer von 60 bis 90 Tagen, bis der juristische Prozess für die Restrukturierung von GM abgeschlossen ist.

Die Federführung für die Umstrukturierung soll Al Koch übernehmen, wie es weiter hieß. Koch, ein leitender Direktor der Beraterfirma AlixPartners LLP, gilt als erfahrener Krisenmanager, der bereits die amerikanische Handelskette Kmart nach ihrer Insolvenz erfolgreich reorganisierte.

14 Werke sollen geschlossen werden

Die GM-Insolvenz war von Beobachtern erwartet worden. GM hatte bereits am Sonntag eine Pressekonferenz mit Konzern-Chef Fritz Henderson für den Montagmittag (Ortszeit) angekündigt. Zuvor (etwa 12 Uhr Ortszeit, 18 Uhr MEZ) wird die Ansprache von Präsident Obama zur Zukunft von GM erwartet. Neben der Bankrott-Erklärung wird erwartet, dass GM am Montag 14 Werke nennen wird, die geschlossen werden sollen. Außerdem soll bekannt gegeben wird, wer die Marke Hummer übernehmen wird.

Am Sonntag hatte der GM-Konzern eine Einigung mit der Mehrheit seiner Gläubiger zur Annahme eines Beteiligungsangebots erzielt. Mindestens 54 Prozent nähmen das Angebot an, 27 Milliarden Dollar Schulden gegen einen Anteil von 10 Prozent an einem neu strukturierten Unternehmen umzutauschen, hieß es. Dazu wird die Option auf weitere 15 Prozent garantiert, was in einem früheren und von den Gläubigern abgelehnten Angebot der US-Regierung nicht der Fall war. Das Finanzministerium begrüßte die Entscheidung, die Mehrheit reiche aus, um die Restrukturierung des Unternehmens voranzutreiben.

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