US-Autokonzern: General Motors mit starkem Börsendebüt

US-Autokonzern: General Motors mit starkem Börsendebüt

Bild vergrößern

Autos und riesige Transparente werben vor der Börse auf der New Yorker Wall Street für den Börsengang von General Motors

Der US-Autokonzern General Motors (GM) kehrt mit dem größten Börsengang aller Zeiten an die Börse zurück. GM legte den Ausgabepreis für seine Stammaktien auf 33 Dollar fest. Die Nachfrage war enorm, bei ihrer Erstnotiz legte die Aktie nochmals zu.

Selten hat ein Börsengang die Finanzwelt so begeistert wie der von General Motors. Die autoverrückten Banker haben seit Tagen nur dieses eine Gesprächsthema. Denn fast alle namhaften Adressen der Wall Street sind mit an Bord und helfen, den größten Autokonzern der USA zurück an die Börse zu bringen - auch die Deutsche Bank, die eine starke Präsenz am Finanzplatz New York hat. Als gestern feststand, dass der GM-Börsengang der größte aller Zeiten werden dürfte, brach Jubel in den Handelssälen aus. Die Banker bei Morgan Stanley und JPMorgan begrüßten das vorbeischauende GM- Management mit Standing Ovations. Einige hätten sogar auf die strenge Kleiderordnung gepfiffen und über ihren Hemden und Krawatten blaue T- Shirts mit GM-Schriftzug getragen, berichtete das „Wall Street Journal“. Am Donnerstagmorgen war dann unübersehbar, dass GM die Wall Street in Beschlag genommen hat: Vor dem Börsengebäude parkten die Prachtstücke des Konzerns wie das Elektroauto Chevrolet Volt, das Cadillac CTS-V Coupé oder der massige Pick-up-Truck GMC Sierra. Drinnen im großen Handelssaal bereitete sich Konzernchef Daniel Akerson derweil darauf vor, die Glocke zu läuten und damit die Rückkehr des Branchenurgesteins an die Börse zu besiegeln.

Aufschlag zum Auftakt

Insgesamt erlöst GM durch den Börsengang 23,2 Milliarden Dollar (17 Milliarden Euro) und schafft damit einen neuen weltweiten Rekord. Von den 23,2 Milliarden sollen 13,6 Milliarden Dollar an die US-Regierung fließen, den Haupteigner des Autoriesen, teilte GM vor dem Börsendebüt mit. GM war 2009 während der weltweiten Absatzkrise in die Insolvenz gegangen. Die Regierung in Washington hatte GM damals mit 50 Milliarden Dollar unterstützt. GM hatte in der Insolvenz schwere Lasten abgeworfen: 14 der 47 Werke wurden geschlossen, vier Automarken geschlossen oder verkauft, mehr als 100.000 Jobs wurden abgebaut. Wegen der Entlastung auf der Kostenseite arbeitet GM nun wieder profitabel.

Anzeige

Durch den Börsengang will der Staat seine Gelder zurückbekommen. Die Regierung will zunächst 412 Millionen Aktien im Wert von 13,6 Milliarden Dollar verkaufen. Ihr blieben dann noch 500 Millionen weitere Anteilsscheine oder 33 Prozent an GM. Um die 50 Milliarden Dollar komplett zurückzubekommen, müsste Washington die verbleibenden Aktien für 53 Dollar pro Stück oder insgesamt 26,4 Milliarden Dollar verkaufen. 10 Milliarden Dollar hatte GM schon zurückgezahlt.

Konzernchef Dan Akerson läutete heute mit dem Gongschlag um 15:30 Uhr hiesiger Zeit die Glocke zum Handelsbeginn an der New Yorker Börse. Der Aktienkurs lag zur Erstnotiz bei 35,40 Dollar - nochmals ein Plus von sieben Prozent auf den Ausgabepreis. Am Ende der Angebotsfrist waren die GM-Aktien zeitweise siebenfach überzeichnet, nachdem der Konzern sehr starke Quartalszahlen vorgelegt hatte und die Börsianer mit einem guten Ausblick überzeugte. Der Großteil der Aktien ging an institutionelle Anleger.

Anzeige
Unternehmer stellen sich vor
Deutsche Unternehmerbörse - www.dub.de
DAS PORTAL FÜR FIRMENVERKÄUFE
– Provisionsfrei, unabhängig, neutral –
Angebote Gesuche




.

Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%