US-Börsenaufsicht: SEC-Beamte sollen bei Siemens in München ermitteln

US-Börsenaufsicht: SEC-Beamte sollen bei Siemens in München ermitteln

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Fahnen der Siemens AG vor einem Gebäude der Firma in München: Der Elektro-Konzern hat im vergangenen Quartal operativ gut verdient, der Gewinn sank allerdings.

Seit Monaten bemüht sich der Elektro-Konzern Siemens um ein transparentes Vorgehen gegen Korruptionsfälle im eigenen Haus. Das ist der US-Börsenaufsicht SEC offenbar nicht genug: Sie will zur Untersuchung der Siemens-Schmiergeldaffäre noch im August zwei Beamte nach Deutschland schicken.

Nach Informationen der "Süddeutschen Zeitung" sollen noch im August zwei SEC-Mitarbeiter nach München kommen und dort gemeinsam mit der Staatsanwaltschaft mehrere Zeugen und Beschuldigte vernehmen. Die Befragung von aktiven und ehemaligen Managern und Mitarbeitern solle in der Konzernzentrale von Siemens stattfinden.

Siemens und SEC: Kein Kommentar

Die Münchner Staatsanwaltschaft und Siemens wollten den Bericht auf Anfrage der Zeitung nicht kommentieren. Die SEC selbst schweigt zum Siemens-Komplex weiterhin gemäß den generellen Vorschriften des Hauses. Bestätigt wird offiziell nicht einmal, dass es Untersuchungen gibt. Ein Sprecher sagte gestern auf Anfrage in New York lediglich: „Die SEC nimmt grundsätzlich zu Einzelfällen nicht Stellung.“

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Siemens ist auch an der New Yorker Börse notiert und unterliegt daher den dortigen Regeln. Im größten Schmiergeld-Skandal der deutschen Wirtschaftsgeschichte geht es insgesamt um 1,3 Milliarden Euro an dubiosen Zahlungen. Die Staatsanwaltsc haft ermittelt gegen mehr als 300 Beschuldigte.

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