
DÜSSELDORF. Die Schnellrestaurantkette McDonald's hat dank der guten Nachfrage nach Kaffee, Menüs und Mixgetränken mehr verdient. Im dritten Quartal stieg der Überschuss im Vergleich zum Vorjahr um zehn Prozent auf 1,39 Mrd. Dollar (992 Mio. Euro). Der Umsatz legte um vier Prozent auf 6,3 Mrd. Dollar zu, wie das Unternehmen am Donnerstag mitteilte.
Gefragt waren nicht nur die Burger und Fritten der Fastfoodkette. Laut Vorstandschef Jim Skinner kamen vor allem die verschiedenen Kaffee-Angebote, Fruchtgetränke (Smoothies) und die Menüs gut an.
United Airlines und Continental
Gut lief das Quartal auch in der US-Airline-Branche. Die frisch fusionierten Fluglinien UAL und Continental Airlines erhalten kräftigen Aufwind aus der Erholung ihrer Branche. UAL, die Mutter der früheren United Airlines, verdiente im abgelaufenen Quartal nach Angaben vom Donnerstag netto 387 Mio. Dollar. Vor einem Jahr hatte noch ein Minus von 57 Mio. Dollar in den Büchern gestanden. Continental schaffte ebenfalls die Trendwende mit einem Plus von 354 Mio. Dollar nach einem Verlust von 18 Mio. vor einem Jahr.
Die beiden Konzerne waren Anfang des Monats zur weltgrößten Fluggesellschaft verschmolzen. Das neue Unternehmen namens United Airlines mit Sitz in Chicago löst den US-Rivalen Delta Air Lines als Branchenprimus ab. Neue Dachgesellschaft ist United Continental Holdings. Beide Konzerne laufen noch getrennt, solange sie noch nicht über eine gemeinsame Betriebserlaubnis von der US-Regierung verfügen.
Den Umsatz steigerte UAL um gut 20 Prozent auf 5,39 Mio. Dollar, bei Continental kletterten die Einnahmen aus dem operativen Geschäft in etwa im gleichen Tempo auf 3,95 Mrd. Dollar.
AT&T
Auch der zweitgrößte US-Mobilfunkkonzern AT&T hat dank der großen Nachfrage nach Apples iPhone seinen Umsatz überraschend deutlich gesteigert. 5,2 Mio. Kunden hätten das Multimedia-Handy in dem abgelaufenen Vierteljahr aktiviert, teilte das Unternehmen am Donnerstag mit. Der Konzern hat in den USA bislang eine exklusive Vertriebslizenz für das Smartphone. Der Umsatz stieg knapp drei Prozent auf 31,6 Mrd. Dollar. Analysten hatten im Schnitt etwa 300 Mio. Dollar weniger erwartet.
Der Nettogewinn erreichte 12,3 Mrd. Dollar nach 3,2 Mrd. Dollar im Vorjahresquartal. Dazu trugen allerdings Sondereffekte bei, wie der Verkauf des Softwareentwicklers Sterling Commerce. Ohne diese Posten wäre der Gewinn nur knapp höher ausgefallen als vor einem Jahr.
AT&T ist der erste der großen US-Telekomkonzerne, der in der laufenden Berichtssaison sein Zahlen vorgelegt hat. Die exklusive iPhone-Lizenz für die USA wird das Unternehmen im kommenden Jahr vermutlich verlieren.
AT&T-Aktien tendierten vor Börseneröffnung in New York 0,5 Prozent im Plus.
Caterpillar
Der weltgrößte Baumaschinen-Hersteller Caterpillar hat nach einem starken dritten Quartal seine Jahresprognose erneut angehoben. Nun werde 2010 ein Umsatz von 41 bis 42 Mrd. Dollar erwartet, teilte das Unternehmen am Donnerstag in Peoria mit und hob damit das untere Ende der Prognosespanne an. Beim Gewinn rechnet Caterpillar nun mit 3,80 bis 4 Dollar je Anteilsschein. Zuvor hatte das Management 3,15 bis 3,85 Dollar je Aktie in Aussicht gestellt.
Die angehobene Prognose sei auf besser laufende Geschäfte sowie dem jüngsten Zukauf des Lokomotiven-Herstellers EMD zurückzuführen, hieß es zur Begründung. Im Zeitraum zwischen Juli und September erwirtschaftete der Konzern einen Umsatz von gut elf Mrd. Dollar, 53 Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum. Der Nettogewinn wurde auf 792 Mio. Dollar fast verdoppelt.
"Das steigende Wirtschaftswachstum in den Entwicklungsländern war der Schlüssel zu unseren wachsenden Erlösen", sagte Konzernchef Doug Oberhelman. Auch im kommenden Jahr sei in diesen Ländern mit weiterem Wachstum zu rechnen. Oberhelman stellte für 2011 einen Umsatz von rund 50 Mio. Dollar in Aussicht.
Philip Morris und Reynolds
Trotz Preisanhebungen laufen in der Zigarettenindustrie die Geschäfte rund. Der Camel-Hersteller Reynolds American und Philip Morris äußerten sich am Donnerstag optimistischer zu den Aussichten für das laufende Jahr, obwohl die Konzerne in vielen Märkten mit höheren Steuern zu kämpfen haben. Analysten zufolge sind viele Raucher bereit, mehr Geld für Zigaretten auszugeben.
Philip Morris erhöhte seine Gewinnprognose auf 3,90 bis 3,95 (bislang: 3,75 bis 3,85) Dollar je Aktie. Im vergangenen Quartal setzte das Unternehmen 4,5 Prozent mehr Zigaretten ab als vor Jahresfrist. Das um Einmaleffekte bereinigte Ergebnis lag aber etwas unter den Schätzungen von Analysten.
Der US-Branchenzweite Reynolds zeigte sich etwas zuversichtlicher als zuletzt. Er stellt fürs Gesamtjahr nun einen Gewinn je Aktie von 4,95 bis 5,05 (bislang: 4,90 bis 5,05) Dollar in Aussicht. Das Quartalsergebnis lag geringfügig über den Markterwartungen.
Bereits am Mittwoch hatte der Marlboro-Produzent und US-Marktführer Altria für das abgelaufene Vierteljahr einen überraschend hohen Gewinn vorgelegt. Der Konzern hatte mit Preiserhöhungen und Kostensenkungen unter anderem auf die immer größer werdende Zahl von Nichtrauchern in den USA reagiert. Aktien von Reynolds stiegen am Donnerstag um 0,2 Prozent, ebenso wie die Papiere von Philip Morris.
Xerox
Schlechte Nachrichten gab es dagegen von Xerox: Der Technologiekonzern verkündete die Streichung von 2 500 Stellen. Es würden die Einsparmöglichkeiten genutzt, die sich durch die sechs Mrd. Dollar teure Übernahme von Affiliated Computer Services ergeben hätten, hieß es. Die Streichung entspricht zwei Prozent der weltweit 133 000 Mitarbeiter des Unternehmens.
Zuvor hatte Xerox, das vor allem als Hersteller von Kopiergeräten bekannt ist, in der Bilanz für das dritte Quartal mitgeteilt, dass sich der Gewinn von 123 Mio. Dollar vor einem Jahr auf 250 Mio. Dollar verdoppelt habe. Die Einnahmen stiegen um 48 Prozent auf 5,43 Mrd. Dollar, vor allem durch die Übernahme von ACS. Ohne dies hätte das Wachstum bei zwei Prozent gelegen.













