US-Solarbranche : Insolvenzwelle rollt

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US-Solarbranche : Insolvenzwelle rollt

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Solyndra ist Bankrott. In den USA ist das das Schicksal vieler Solarbetriebe. (Foto:Paul Sakuma/AP/dapd)

von Mario Brück

Der US-Solarkonzern Solyndra ist pleite, mehr als 1000 Mitarbeiter verlieren ihren Job. Der dritte Solar-Bankrott innerhalb weniger Wochen erschüttert die Branche. Wer ist der nächste und wie sicher sind die deutschen Solarunternehmen?

Er war nicht nur des Präsidenten Liebling: der nicht börsennotierte US-Solarzellenhersteller Solyndra. Unter anderem besuchten US-Präsident Barrack Obama, der frühere kalifornische Gouverneur Arnold Schwarzenegger und Energieminister Steven Chu das Werk in der kalifornischen Stadt Fermont und sorgten für üppige Subventionen in Höhe von einer halben Milliarde US-Dollar.

Geholfen hat es nicht. Gestern teilte Solyndra mit, dass es nicht gelungen sei, neues Kapital aufzutreiben und man daher Insolvenz anmelden müsse. Als Gründe wurden ungünstige Bedingungen in der Solarindustrie in Verbindung mit der weltwirtschaftlichen Lage genannt. Am Ende habe das Unternehmen kein frisches Kapital mehr auftreiben können, sagte Unternehmenschef Brian Harrison. Die Preise für Solarzellen fielen in diesem Jahr um 42 Prozent - hauptsächlich aufgrund der Konkurrenz aus China.

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Deutliche Krisenzeichen

Die Reihe von Firmenschließungen und Insolvenzen von Solarunternehmen in den USA sind ein deutliches Krisenzeichen auch für die deutsche Solarbranche. Zwar ist der Photovoltaik-Markt der USA im Vergleich zu Deutschland klein, doch geben die US-Unternehmen nahezu übereinstimmende Insolvenzursachen an: Aggressive chinesische Konkurrenz, massiver Preisverfall bei Zellen und Solarmodulen,  rückläufige Nachfrage in Deutschland und schwache Nachfrage in den USA und anderen internationalen Märkten. „Die großen chinesischen Solarunternehmen drücken ihre Überkapazitäten in den Markt und treiben damit die Konsolidierung in der Solarbranche voran“, sagt Wolfgang Hummel, Direktor des Berliner Zentrums für Solarmarktforschung.

Bereits  vor Solyndra Inc. mussten im August 2011 die Solarunternehmen SpectraWatt Inc., eine frühere Minderheitsbeteiligung von Solon und Evergreen Solar Inc., früher Partner von Q-Cells,  Insolvenz anmelden. In  die Bewertung der aktuellen Marktentwicklung sind auch Werkschließungen in den USA mit einzubeziehen. So schließt die deutsche Solon ihr Werk in Arizona. Der Energie-Konzern BP schloss kürzlich  die Produktion von BP Solar in Maryland.

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