Valley Talk: Apple und Google kämpfen um Zukunfts-TV

Valley Talk: Apple und Google kämpfen um Zukunfts-TV

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Apple TV

von Matthias Hohensee

Punktsieg für Apple im TV-Duell gegen Google. Doch ausgezählt ist der Internet-Gigant noch lange nicht.

Der Kampf zwischen den Silicon-Valley-Riesen Apple und Google geht in eine neue Runde. Diesmal geht es darum, wer die Kontrolle über den heimischen Fernseher übernimmt und so nicht nur die Seh- und Konsumgewohnheiten von Milliarden von Fernsehzuschauern weltweit beeinflusst. Zugleich erschließt der Weg auf die Mattscheibe Apple und Google auch das milliardenschwere Geschäft der TV-Werbung.

Nach dem Wettstreit auf dem Mobilfunkmarkt, in dem Google mit seinem Handy-Betriebssystem Android rascher Marktanteile gewinnt als Apple mit dem iPhone, ist es schon das zweite Wachstumsfeld auf dem die Giganten die Klingen kreuzen. Dabei ist das Thema nicht neu: Microsoft, Sony und Nintendo versuchen seit Jahren, ihre Spielkonsolen als Brücke zwischen dem Internet und dem Fernseher zu etablieren, die Filme, Serien oder Clips aus dem Internet auf den Bildschirm holen.

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Doch die interessanteste Auseinandersetzung spielt sich derzeit zwischen Apple und Google ab. Denn auch auf dem TV-Markt prallen die unterschiedlichen Philosophien der beiden High-Tech-Riesen frontal aufeinander. Wie bei Handys setzt Google in der Fernsehwelt auf viele Partner.

Google TV ist eine Software, die jeder TV-Hersteller in seine Geräte integrieren kann und mit der sich sowohl Angebote im normalen Kabel-TV als auch im Internet durchsuchen und anzeigen lassen. Als Verbündete hat Google unter anderem Sony, Intel und den Zubehörproduzenten Logitech gewonnen. Apple hingegen vertraut wie immer nur auf sich selbst und schickt seine generalüberholte Apple TV Box ins Rennen, deren Inhaltsangebot – ähnlich wie beim iPhone – Apple streng kontrolliert.

Auch die Geschäftsmodelle könnten verschiedener nicht sein. Zwar lassen sich über Apple TV auch YouTube-Videos gratis auf dem Flachbildschirm anzeigen. Doch Apple-Chef Steve Jobs setzt vorwiegend auf den Verkauf von Inhalten. Besitzer der TV-Boxen können ab 99 Cent TV-Episoden einkaufen, Spielfilme mieten oder – in den USA – die Bibliothek des Online-Video-Anbieters Netflix durchstöbern.

Google hingegen setzt darauf, dass Zuschauer lieber ihre Lieblingsserien gratis schauen und dafür Werbung akzeptieren. Seit Mitte Oktober werden in den USA die ersten Sony-Fernseher und Set-Top-Boxen mit der Google-TV-Software verkauft.

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