Valley Talk: High-Tech-Branche blickt skeptisch auf 2009

Valley Talk: High-Tech-Branche blickt skeptisch auf 2009

Bild vergrößern

Matthias Hohensee: Wird das Geld für neue Ideen und Produkte knapp?

Die High-Tech-Branche blickt skeptisch ins neue Jahr. Matthias Hohensee sieht im Valley Talk aber auch einige Lichtblicke.

Das neue Jahr hat für die Technologiekonzerne so trübe begonnen wie das alte en-dete: Keine Spur von Aufbruchstimmung, geschweige denn von vermehrten Auftragseingängen. Nicht einmal auf die Motivationskünste von Steve Jobs ist mehr Verlass. Der Apple-Chef verzichtete auf seine traditio-nelle Neujahrsansprache an die Apple-Jünger, mit der er sie früher gerne heiß auf die kommenden Produkte des Kultkonzerns machte. Jobs’ Part übernahm dieses Mal Marketingchef Phil Schiller. Das ist, als ob der Papst sich von einem Bischof vertreten lassen würde.

In Las Vegas kämpfen derweil die Veranstalter der Consumer Electronics Show, der größten Unterhaltungselektronikmesse der Welt, gegen den Besucherschwund – bis zu zehn Prozent weniger Schaulustige werden erwartet. Nicht besser ergeht es den Organisatoren der parallel stattfindende Erotikmesse AVN. Die Umsätze der einst ziemlich konjunkturrobusten Lustbranche gehen zurück – die Kunden greifen vermehrt auf Billigproduktionen aus Osteuropa und kostenlose Internet-Angebote zurück.

Anzeige

Derweil hadern die Computerhersteller Hewlett-Packard (HP) und Dell damit, dass sie dem vom taiwanischen Hersteller Asus ausgelösten Trend zu spärlich ausgestatteten Notebooks gefolgt sind. Denn diese sogenannten Netbooks sind so klein und dünn wie die Margen, die sich mit ihnen verdienen lassen. Doch immer mehr Käufer weichen auf die preisgünstigen Geräte aus.

Nur einige wenige Lichtblicke erhellen die allgemeine Tristesse. Dazu gehören Startups, die sich auf verbesserte Suchtechniken im Internet fokussieren. Google und der Blackberry-Hersteller RIM befeuern das mobile Internet mit eigenen Plattformen für Verkauf und Vertrieb von Programmen für Mobiltelefone – in Konkurrenz zu Apples iPhone. Die Biotechnologiebranche hofft nach dem Amtsantritt von Barack Obama auf mehr Freiheit in der Stammzellforschung. Die Computerbranche erwartet Impulse vom sogenannten Cloud Computing.

Denn das Verlagern von Daten und Anwendungsprogrammen ins Web erfordert Investitionen in eine neue Infrastruktur. Zudem müsste die Möglichkeit, Software preiswert und bedarfsorientiert aus dem Internet abzurufen, die Nachfrage nach solchen Diensten ankurbeln. Allerdings sind die Anlaufkosten beachtlich. Das hemmt vor allem kleinere Anbieter in diesem Zukunftsfeld, die sich dort gegen Riesen wie HP, Dell und IBM durchsetzen müssen. Viele werden höchstwahrscheinlich aufgekauft werden – nach dem Muster von 2001, als nach dem Platzen der Dotcom-Blase Medien- und Internet-Konzerne das Web mit Zukäufen neu befruchteten. Ein neuer Zyklus hat begonnen – und es kann nur besser werden.

Anzeige
Unternehmer stellen sich vor
Deutsche Unternehmerbörse - www.dub.de
DAS PORTAL FÜR FIRMENVERKÄUFE
– Provisionsfrei, unabhängig, neutral –
Angebote Gesuche




.

Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%