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Verbleib bei GM: Die Vorteile des geplatzten Opel-Deals

von Martin Seiwert

Opel hat bessere Chancen unter GM als unter Magna und der russischen Sberbank. Denn die wieder erstarkte US-Konzernmutter braucht die Marke mit dem Blitz mehr als früher. Und der deutsche Steuerzahler könnte davon profitieren.

Wolken über dem Hauptquartier Quelle: REUTERS
Wolken über dem Hauptquartier von Opel in Rüsselsheim: Der Verbleib bei GM bringt Opel - und den Steuerzahlern - Vorteile Quelle: REUTERS

„Wir wollen kein Anhängsel sein“, sagte Opels oberster Betriebsrat Klaus Franz bei einer Demonstration in Rüsselsheim, „das von Detroit aus durchregiert wird“. Warum eigentlich nicht? Hätte der bekannteste deutsche Arbeiterführer am vorigen Donnerstag die bisher schlechten Erfahrungen mit der US-Konzernmutter nicht einfach nur in die Zukunft verlängert, wäre er vielleicht zu einem anderen Ergebnis gekommen. 

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Ist der politische Lärm um den blitzkriegartigen Beschluss des GM-Verwaltungsrats in der Nacht auf den vorigen Mittwoch erst einmal verraucht, könnte sich bald zeigen: Unterm Strich dürfte die deutsche Traditionsmarke mit General Motors (GM) auf Dauer besser fahren, als mit einem Mehrheitsaktionärsgespann aus dem österreichisch-kanadischen Autozulieferer Magna und der staatlichen russischen Sberbank. Und auch der deutsche Steuerzahler steht  voraussichtlich besser da:

GM ist nicht mehr der hoffnungslos überschuldete Konzern, der er vor der Insolvenz war. Im Konkursverfahren hat der Konzern seine Schulden von 54 Milliarden auf 17 Milliarden Dollar gedrückt. Verwaltungsratschef Edward Whitacre will den wieder erstarkten Konzern auf Wachstumskurs trimmen.Opel und GM sind technologisch eng verwoben. Sie nutzen teilweise die gleichen Fahrzeugplattformen, etwa für das Oberklasse-Modell Insignia. Eine Trennung hätte zu langwierigen Streitigkeiten um Patente und Technologieklau führen können. Zusammen können GM und Opel dagegen Synergien nutzen.Opel wäre unter Magna mit maximal 1,6 Millionen verkauften Autos im Jahr 2014 deutlich zu klein, um im Massenmarkt Fahrzeuge mit gutem Preis-Leistungs-Verhältnis anbieten zu können. Mit GM wäre das möglich, denn zusammen kommen die Autobauer schon heute auf über acht Millionen Fahrzeuge.

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11 KommentareAlle Kommentare lesen
  • 09.11.2009, 12:49 UhrAnonymer Benutzer: Hauro

    Ein blick auf den internationalen Automobilmarkt zeigt die bedeutung von Opel.
    Neben GM-Daewoo aus Südkorea ist Opel äußerst wichtig für die internationale Produktpalette von GM. Dass GM an Opel festhält, ist darum nicht überraschend. Und dass Opel auf diese Weise uneingeschränkt Zugang zu allen GM-Märkten hat, wenn auch nur mit andere Markennamen, ist ein wichter Vorteil der GM-Partnerschaft.
    Nun sollte aber Opel sich bemühen, im GM-Verbund wieder boden gut zu machen. Es ist festzustellen, dass vor allem im Kleinwagenbereich die Kompetenz nach Korea verlagert wurde. Vor allem in Südamerika ist zu erkennen, dass die kleinen Opel-Modelle nur noch altersschwache Opel-Reste sind, die Neuentwicklung Agile dagegen kommt nicht mehr von Opel. Und der Trend wird sich fortsetzen, wenn die Opelaner nicht wieder mehr Kooperationsbereitschaft zeigen.

  • 07.11.2009, 19:27 UhrAnonymer Benutzer: AB

    Die hochgelobte Opel-Technik ist, verglichen mit VW oder bMW, hoffnungslos veraltert und würde gut nach Russland passen - ohne dort unnötig durch HighTech auf zu fallen.
    Opel wird so oder so vor die Hunde gehen, so wird wenigstens ein gesunder Konzern verschon.

  • 07.11.2009, 13:16 UhrAnonymer Benutzer: Hilde Heindl

    genau so sehe ich das auch! Lieber die Technik dort belassen wo sie herkommt, als sie kostenlos nach Russland zu liefern.

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