Verbraucherzentralen-Studie: Wie Allianz und Dresdner bei der Beratung patzen - Seite 2

Verbraucherzentralen-Studie: Wie Allianz und Dresdner bei der Beratung patzen

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3. Rücklagen: Nur jeder vierte Berater (8) hat sich nach Liquiditätsrücklagen erkundigt.

4. Mittelfristige Anschaffungspläne: Danach haben lediglich sieben Berater gefragt und gerade mal vier haben es geschafft, für die freie monatliche Ersparnis (bis zu 150 Euro) eine korrekte Empfehlung zu geben.

5. Immobilie: Nur fünf Berater haben den möglichen Wunsch nach einer späteren Anschaffung einer Immobilie angesprochen. Vertieft wurde die Frage kein einziges Mal. Überwiegend wurde die Immobilie als Thema für später dargestellt. In einem Fall wurde die private Rentenversicherung positiv als möglicher Finanzierungsbestandteil herausgestellt,  was als Falschberatung zu werten ist. Nur zwei Berater haben angedeutet, dass die eigene Immobilie künftig im Rahmen von Riester förderfähig sein wird. Eine Aufklärung über diesbezügliche Nachteile einer Riester-Rentenversicherung erfolgt kein einziges Mal.

6. Riester-Rente: In acht Fällen wurde von einer Riester-Rente abgeraten und stattdessen eine private Rentenversicherung oder eine Basisrente empfohlen. In drei der Fälle wurde explizit die Aussage getroffen, eine Riester-Rente lohne sich erst mit Frau und Kindern. Praktisch war somit auch hier mehr als jede vierte Beratung falsch. Erstaunlich ist zudem, dass bei den Empfehlungen zur Riesterrente in 11 Fällen zur Allianz RiesterRente Klassik, also einer klassischen Rentenversicherung geraten wurde und lediglich in drei Fällen ausdrücklich zur Allianz RiesterRente Invest. Da es sich durchweg um jüngere Vorsorgesparer handelt und keiner von ihnen Risikoaversion bekundet hat, wäre eher der Fondssparplan zu empfehlen gewesen. Das versicherungsförmige Produkt bringt aber vermutlich die bessere Provision.

70 KommentareAlle Kommentare lesen
  • 04.06.2009, 21:15 UhrAnonymer Benutzer: Armer Hund

    Die allianz die kann´s, Familie ruinieren!

  • 13.05.2009, 13:01 UhrAnonymer Benutzer: Erwin

    Das Problem ist der enorme Zahlendruck, den die Allianz auf ihre Außendienstmitarbeiter ausübt! Wer die Zielvereinbarungen, die meist völlig überhöht sind, nicht erfüllt, wird ständig zu Gesprächen eingeladen und muss sich anhören, dass es besser werden muss und dass der Job in Gefahr ist, sollte man nicht schnellstmöglich wieder ins Soll kommen.
    Wenn ein Kunde dann davon spricht etwas für seine Rente tun zu wollen, leuchtet bei jedem berater direkt das Dollarzeichen in den Augen und man kann sich mit den hohen bewertungssummen ein gutes Polster für schlechtere Zeiten aufbauen. Die erste Frage, die einem auf der bezirksdirektion gestellt wird, lautet immer: "und, wie hoch ist ihre bewertung diese Woche?"
    Nur daran wird man als Außendienstmitarbeiter bei der Allianz gemessen, die beratungsqualität ist völlig nebensächlich!

  • 01.02.2009, 14:52 UhrAnonymer Benutzer: MrCaBe

    ich seh das auch so, keine Gesellschaft verkauft Kundenorientiert, heute interessieren nur noch Zahlen und nicht die Person an sich;
    Versicherung ist Vertrauchenssache!

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