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Verhandlungen: Banken loben Börsenfusion

Der Präsident des Bundesverbands deutscher Banken, Klaus-Peter Müller, hat die Pläne für eine Fusion der Deutschen Börse und des französischen Börsenbetreibers Euronext begrüßt.

ali/fmd/pk/pot FRANKFURT / PARIS. „Deutsche und französische Spitzenpolitiker haben die Pläne als interessantes Projekt bezeichnet. Dem schließe ich mich an“, sagte Müller am Mittwoch in Berlin. Er hoffe, dass das Projekt zu einem guten Ergebnis komme, fügte er hinzu. Eine Konsolidierung im Börsenbereich sei grundsätzlich positiv zu sehen. Die europäische Börsenlandschaft steht vor einer grundlegenden Neuorganisation. Die Deutsche Börse will einen zweiten Anlauf zu einem Zusammenschluss mit der Vierländerbörse Euronext unternehmen. Durch die Fusion könnte einer der größten Börsenbetreiber der Welt entstehen. Die beiden Finanzplätze sind unter Zugzwang, weil die US-Technologiebörse Nasdaq ein Übernahmeangebot für die britische Börse LSE abgegeben hat. „Die Deutsche Börse will konkrete Verhandlungen mit dem Management von Euronext aufnehmen, um einen Zusammenschluss der beiden Unternehmensgruppen als Partner mit dem Ziel zu erreichen, einen weltweiten Marktführer in der Branche zu schaffen“, teilte der Frankfurter Börsenbetreiber am Mittwoch mit. Am Vortag hatte sich Euronext-Chef Jean-Francois Théodore positiv zum Fusionsvorschlag seines Kollegen Reto Francioni von der Deutschen Börse geäußert, den dieser bereits Ende Februar unterbreitet hatte. Euronext bekräftigte am Mittwoch ihren Willen zur Zusammenarbeit. Ein Sprecher betonte, man sei gewillt, kreative Lösungen zu finden, die noch bestehenden Schwierigkeiten zu überwinden. Auch die hessische Landesregierung hat am Mittwoch die Fusionspläne begrüßt, sie jedoch mit Forderungen verknüpft. So besteht Hessens Wirtschaftsminister Alois Rhiel darauf, dass der Sitz Frankfurt erhalten bleibt und die Mainmetropole auch bei der Ansiedlung der zentralen Leitungsfunktionen des neuen Unternehmens „eine herausragende Rolle“ spielen müsse. Außerdem dürften keine Arbeitsplätze in Frankfurt gefährdet werden.

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