Verkauf der Tochter?: Spekulationen um Zukunft von RWE-Tochter

Verkauf der Tochter?: Spekulationen um Zukunft von RWE-Tochter

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Der RWE-Turm, die Zentrale des RWE Konzerns in Essen

von Yvonne Esterházy

In Großbritannien kursieren Gerüchte über einen angeblichen Verkauf der RWE-Tochter Npower. RWE kontert, dies seien lediglich "Marktspekulationen“ und bekräftigt: das Vereinigte Königreich bleibt Kerngeschäft.

In großer Aufmachung berichtet die "Sunday Times", der Essener Konzern habe die Investmentbank Goldman Sachs beauftragt, Optionen für die Zukunft der Tochter NPower auszuloten, die auf der Insel zu den führenden Energieversorgern zählt. Geprüft werde unter anderem auch der Verkauf von Npower, der bis zu fünf Milliarden Pfund (umgerechnet rund 5,5 Milliarden Euro) erlösen könnte. Insider, so die britische Sonntagszeitung, begründeten derartige Überlegungen mit der hohen Schuldenlast des Mutterkonzerns sowie mit der Notwendigkeit, Milliardenbeträge in eine neue Generation von umweltfreundlicheren Kraftwerken zu investieren. Außerdem sei RWE unzufrieden mit der Energiepolitik in Großbritannien.

Alles nur Marktspekulationen?

"Es handelt sich bei diesem Bericht um Marktspekulationen, die wir nicht kommentieren", so RWE-Sprecher Peter Hoscheidt. "Npower gehört für RWE zum Kerngeschäft und Großbritannien ist für uns ein Kernmarkt", fügte er hinzu. Insider, die dem Konzern nahe stehen betonen: "dabei bleibt es auch" und bezeichnen den Bericht der britischen Zeitung als nicht stichhaltig. Npower ist sowohl auf dem Gas- als auch auf dem Strommarkt die Nummer vier in Großbritannien. Das Unternehmen ist allerdings ins Visier der Aufsichtsbehörde Ofgem geraten, die die Marktdominanz der großen Anbieter Npower, EdF Energy und Eon UK kritisiert hat.

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Zwei neue Atmkraftwerke in England

RWE hatte Npower, damals noch Innogy genannt, im Jahr 2002 für 3,1 Milliarden Pfund gekauft. Im vergangenen Geschäftsjahr erwirtschafte Npower einen Gewinn von 245 Millionen Pfund bei einem Umsatz von sieben Milliarden Pfund. Gemeinsam mit dem deutschen Rivalen Eon hat RWE im Vereinigten Königreich das Gemeinschaftsunternehmen Horizon Nuclear Power gegründet, um in Großbritannien zwei neue Atomkraftwerke zu bauen und sich dafür für Millionenbeträge Grundstücke in Wylfa, auf der nordwalisischen Insel Anglesey und in Oldbury, in South Gloucestershire gesichert.

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