Verkauf statt Börsengang: US-Konzern übernimmt Kabelbetreiber Unitymedia

Verkauf statt Börsengang: US-Konzern übernimmt Kabelbetreiber Unitymedia

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Unitymedia-Chef Parm Sandhu: Verkauf statt Börsengang

Der zweitgrößte deutsche Kabelnetzanbieter Unitymedia wird verkauft. Für 3,65 Milliarden Euro übernimmt der US-Konzern Liberty Media die Mehrheit von Finanzinvestoren und macht damit auch der Telekom verstärkt Konkurrenz.

Der zweitgrößte deutsche Kabelnetzbetreiber Unitymedia wird verkauft. Der US-Medienkonzern Liberty Media zahlt über seine Kabel-Tochter Liberty Global 3,65 Milliarden Euro an Finanzinvestoren um die britische BC Partners (35 Prozent) und Apollo Management (29 Prozent), wie die Unternehmen am Freitag mitteilten.

Die Finanzinvestoren ziehen damit einen Komplettausstieg einem Börsengang eines Minderheitsanteils von Unitymedia vor, der Kreisen zufolge noch in diesem Jahr hätte stattfinden sollen. Unitymedia betreibt Kabelnetze in Nordrhein-Westfalen und Hessen. Das Unternehmen zählte Ende September 6,4 Millionen Anschlüsse.

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Kabelanbieter konkurrieren mit Telekom

Während der Börsengang nur rund eine halbe Milliarde Euro gebracht hätte, erlösen die bisherigen Unitymedia-Eigentümer nun zwei Milliarden Euro für die Unitymedia-Anteile. Dazu kommen 1,5 Milliarden Euro für die angehäuften Verbindlichkeiten.

Unitymedia war 2005 aus der Fusion von Tele Columbus, Iesy und Ish entstanden, Teile von Tele Columbus waren anschließend weitergereicht worden. Liberty Media hatte es bereits vor einigen Jahren auf das damalige Kabelnetz der Deutschen Telekom abgesehen, das dann aber an andere Investoren verkauft wurde.

Die deutschen Kabelanbieter stoßen mit dem Ausbau ihres Netzes und dem kombinierten Angebot von Telefon und Internet mehr und mehr in das angestammte Geschäft der Telekommunikationsanbieter vor. Größter Anbieter ist Kabel Deutschland, der allerdings nicht in den von Unitymedia abgedeckten Bundesländern aktiv ist.

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