Verkaufsgerüchte um Opel: Kanzlerin Merkel mischt sich ein

Verkaufsgerüchte um Opel: Kanzlerin Merkel mischt sich ein

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Demonstrierende Opel-Mitarbeiter: Mit überschaubaren Kapazitätskürzungen will Opel-Chef Reilly alle Werke erhalten

Karl-Friedrich Stracke hat die Verkaufsgerüchte um Opel auf der Betriebsversammlung nicht eindeutig dementiert und General Motors schweigt sich aus. Jetzt fordert Kanzlerin Merkel Klarheit.

Den Opelanern reicht es allmählich. Seit gestern kursigen Gerüchte über den Verkauf des Autobauers. Medien hatten berichtet, die US-amerikanische Mutter General Motors sei zunehmend verärgert, dass das Europa-Geschäft mit Opel und der britischen Schwestermarke Vauxhall weiter Verluste einfahre und wolle sich daher von der deutschen Tochter trennen. Mit Spannung hatten die Belegschaft daher die Rede des Vorstandschefs Karl-Friedrich Stracke erwartet. Zu der Versammlung, bei der es sich um eine turnusgemäße und nicht um eine Sonderveranstaltung handelte, waren Mitarbeiter aller Opel-Standorte geladen.

Dank statt Dementi

Doch statt des von der Angestellten erhofften eindeutigen Dementis, bezeichnete Stracke die Gerüchte um den Verkauf lediglich wie bisher als "Spekulation". Außerdem bedankte sich der Vorstandsvorsitzende bei der Belegschaft für „hervorragende Arbeit“, die den Autohersteller auf den Erfolgsweg gebracht habe. Vielen Teilnehmern reicht das allerdings nicht. „Er hätte uns stattdessen einfach sagen müssen, dass Opel nicht verkauft wird“, sagte ein Rüsselsheimer Arbeitnehmer-Vertrauensmann in einer Veranstaltungspause.

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Das Thema beschäftigt nun auch Bundeskanzlerin Angela Merkel. Es sei allen zu wünschen, dass die Gerüchte über einen möglichen Verkauf des Autoherstellers aus der Welt kämen, sagte Merkels Sprecher Steffen Seibert am Freitag in Berlin. Die Bundeskanzlerin habe großes Verständnis für die Opel-Belegschaft, bei der sich nun erneut große Verunsicherung breitmache.

Betriebsratschef Klaus Franz habe sich in einem Brief an Merkel gewandt. „Sie ist informiert über die Stimmungslage“, sagte Seibert. Die Beschäftigten arbeiteten gut und hätten bereits neue Marktanteile errungen. Ihre Leistung solle gewürdigt werden. Seibert sagte, die Bundesregierung habe keine Kontakte zu General Motors. Auch die Sprecherin des Wirtschaftsministeriums, Beatrix Brodkorb, bestätigte, man habe zwar Kontakt zu Opel, nicht aber zum amerikanischen Mutterkonzern.

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