Verkehrstechnik: Neue Interessenten für den Transrapid

Verkehrstechnik: Neue Interessenten für den Transrapid

Beim Chef der Transrapid-Teststrecke, Rudolf Schwarz, haben sich neue Interessenten gemeldet. Darum will er an der Anlage im Emsland festhalten.

Die Magnetschwebebahn zum Münchner Airport ist längst Geschichte, das Herstellerkonsortium aus ThyssenKrupp und Siemens hat sich aufgelöst, die Nachrufe auf die einst gefeierte Technologie sind bereits erschienen. Doch Rudolf Schwarz glaubt weiter an den Transrapid – schon aus Berufsgründen. Schwarz ist Geschäftsführer des Unternehmens IABG, das die Transrapid-Teststrecke im Emsland betreibt. Es gebe noch Interessenten für den Transrapid – aus Brasilien, den USA, Großbritannien, China und dem Nahen Osten, sagt der IABG-Chef. Seit 27. Mai testeten vier der potenziellen Käufer die Magnetschwebebahn im Emsland. Zwei der ausländischen Projekte bezeichnet Schwarz als „sehr realistisch“. Bei einem davon beginne noch in diesem Monat das Ausschreibungsverfahren.

Schließlich sind die Kosten für den Transrapid deutlich gesunken. Denn der bayrische Baukonzern Max Bögl, der den auf Betonsäulen lagernden Fahrweg konstruiert, hat ein billigeres Verfahren zur Herstellung der Trasse entwickelt. Dadurch, so ein Bögl-Sprecher, werde eine neue Transrapid-Strecke, in der ein Teil des Antriebs der Magnetschwebebahn steckt, „um bis zu 30 Prozent billiger als in Shanghai“. Dort steht die weltweit einzige Transrapid-Strecke neben der Versuchsanlage im Emsland.

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Allerdings wollen die Transrapid-Hersteller ThyssenKrupp und Siemens den Probebetrieb dort am 30. Juni einstellen. Ihrer Ansicht nach ist die Magnetschwebebahn marktreif, weitere Tests seien unnötig. Dagegen drängt Bögl darauf, die Versuche im Emsland mindestens noch ein weiteres Jahr lang fortzuführen. Denn die neue kostengünstigere Technologie müsse noch länger getestet werden. Bis Ende des Monats müssen die Unternehmen sowie der Bund, das Land Niedersachsen und die Politiker vor Ort entscheiden, wie es weitergehen soll. Wird die Anlage geschlossen, muss IABG-Chef Schwarz die rund 60 Mitarbeiter dort entlassen. Aktuell verschlingt der Betrieb der Teststrecke zehn Millionen Euro im Jahr. Diese Summe will Schwarz auch dadurch senken, dass er weniger Personal einsetzt und die Anzahl der Testfahrten mehr als halbiert.

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