Verlage: Neues Geschäftsmodell führt Springer aus der Krise

Verlage: Neues Geschäftsmodell führt Springer aus der Krise

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Springer-Verlagsgebäude in Berlin: Neues Geschäftsmodell

von Peter Steinkirchner

Ein Weg aus der Malaise führt bei den Medien über neue Geschäftsmodelle. Axel Springer macht es vor.

Axel Springer prescht mal wieder vor – „The Iconist“ soll das Lifestyle-Magazin heißen, das der Medienkonzern voraussichtlich Ende Mai auf den Tablet-Rechner iPad von Apple schicken will, eine Illustrierte ausschließlich für Online-Leser: etwas Prada, eine Spritztour im neuen Rolls-Royce – attraktiv vor allem auch für Werbekunden, die ihre kleinen Filmchen in der Online-Zeitschrift platzieren können.

Fokus aufs Digitale

Mit Projekten wie diesem sorgt der Berliner Verlagsriese derzeit dafür, dass er als Vorreiter im digitalen Mediengeschäft wahrgenommen wird. „Jeder fünfte Euro, den Axel Springer erwirtschaftet, kommt heute aus dem digitalen Geschäft“, verkündete Springers Vorstandsvorsitzender Mathias Döpfner zuletzt bei der Vorlage der jüngsten Quartalszahlen. Der Fokus aufs Digitale hat einen simplen Grund: Die Medienbranche ist von der Krise doppelt getroffen. Nicht nur Anzeigen blieben zuhauf aus, immer mehr Leser wenden sich auch vom gedruckten Wort ab und dem online übertragenen zu.

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Wollen Verlage der Krise entkommen, müssen sie sich auch neue Geschäftsmodelle einfallen lassen. Dazu zählt, mit Online-Angeboten Geld zu verdienen. Zu den erfolgreichsten auf diesem Gebiet zählt sich Springer. Dabei geht der Konzern nicht jedes Risiko ein. So blies Döpfner die Beteiligung am Magazin-Projekt „Woche“ ab, weil ihm die Idee zu unwägbar erschien. Springer schickt lieber ein Objekt mit überschaubarem Risiko wie den „Icon-ist“ ins Rennen.

Premiuminhalte nur gegen Geld

Springer ist die Speerspitze einer Bewegung, die hofft, von den Lesern für journalistische Angebote im Internet Geld verlangen zu können. „Allgemeine Nachrichten sind gratis, Premiuminhalte kosten Geld“, kündigte Döpfner für seine Regionalzeitungen bereits an. Zurzeit freut sich der Konzernchef über Tausende Mobiltelefonnutzer, die sich zu Einführungspreisen von 79 Cent für die ersten 30 Tage ein App der „Bild“-Zeitung leisten, eine Art Miniprogramm für Apples Edelhandy iPhone. Wie viele von den Handylesern am Ende bei der Stange bleiben, wenn monatlich bis zu 3,99 Euro fällig werden, wird sich zeigen.

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