Versicherer: Allianz leidet unter Schuldenkrise

Versicherer: Allianz leidet unter Schuldenkrise

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Die Hälfte der D&O-Anbeiter hierzulande kommt aus dem angelsächsichen Raum. Doch die deutsche Allianz ist führend.

Die griechische Schuldenkrise hat bei Europas größtem Versicherer Allianz im zweiten Quartal überraschend stark auf den Gewinn gedrückt.

Europas größter Versicherer Allianz hat mit einem Gewinnrückgang im zweiten Quartal die Erwartungen der Experten verfehlt. Das Nettoergebnis ging um sieben Prozent auf 1,07 Milliarden Euro zurück, wie die Allianz am Freitag mitteilte. Von Reuters befragte Analysten hatten dagegen mit einem klaren Anstieg gerechnet. Während sich der Münchener Konzern operativ vor allem im Geschäft mit Schaden- und Unfall-Versicherungen besser schlug als erwartet, drückten Abschreibungen auf griechische Staatsanleihen auf das Ergebnis. Der operative Gewinn blieb mit 2,3 Milliarden Euro stabil. „Dies sind sehr zufriedenstellende Ergebnisse“, sagte Vorstandschef Michael Diekmann dennoch.

Radikale Wertberichtigung

Er bekräftigte das Ziel, in diesem Jahr einen operativen Gewinn von rund acht Milliarden Euro - mit einer Schwankungsbreite von einer halben Milliarde Euro nach oben und unten - zu erreichen. Nach den ersten sechs Monaten lag das operative Ergebnis bei knapp vier Milliarden. Bei Börsianern kam das Zahlenwerk schlecht an: Im Frankfurter Frühhandel fiel die Allianz-Aktie um 4,2 Prozent auf den niedrigsten Stand seit fast einem Jahr.

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Brutto schrieb die Allianz die bisher mit 1,3 Milliarden Euro in den Büchern stehenden Griechenland-Papiere um fast die Hälfte ab, wie ein Sprecher sagte. Das habe das Ergebnis netto mit 326 Millionen Euro belastet; die restlichen Einbußen müssen die Versicherten tragen. Der Konzern entschied sich dabei für eine radikale Wertberichtigung.

Höhere Preise für Versicherte

Die Deutsche Bank etwa hatte nur die von den Wirtschaftsprüfern mindestens geforderten 21 Prozent abgeschrieben. In der Sachversicherung profitierte die Allianz von einer geringeren Schaden-Kosten-Quote von 95,0 (Vorjahreszeitraum: 96,3) Prozent. Das sei einer der besten Werte seit Ende 2008, erklärte der Konzern. Naturkatastrophen - vor allem Tornados in den USA und Stürme in Deutschland - schlugen nur noch mit 174 Millionen Euro zu Buche.

Zu Jahresbeginn war die Branche von einer ganzen Serie von Erdbeben und Überschwemmungen gebeutelt worden. Das habe für die Versicherten zu höheren Preisen geführt, die sich auch im Ergebnis niederschlügen, sagte Finanzchef Oliver Bäte. Bei ihren Finanzanlagen von 1,5 Billionen Euro litt die Allianz nach eigenen Angaben unter Wechselkursschwankungen. Sonst wäre das operative Ergebnis im Asset Management um 14,5 Prozent statt nur um 2,3 Prozent gestiegen.

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