AWD-Gründer: Maschmeyer zieht sich bei Swiss Life zurück

AWD-Gründer: Maschmeyer zieht sich bei Swiss Life zurück

, aktualisiert 07. Dezember 2011, 19:08 Uhr
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Carsten Maschmeyer (rechts) saß seit Mai 2009 im Verwaltungsrat von Swiss Life.

Quelle:Handelsblatt Online

Der AWD-Gründer Carsten Maschmeyer hat Bankenkreisen zufolge seinen Posten im Verwaltungsrat bei Swiss Life zurück. Zudem wolle er seine Beteiligung an dem größten Schweizer Lebensversicherer zurückfahren.

Zürich/FrankfurtDer Finanzunternehmer Carsten Maschmeyer zieht sich drei Jahre nach dem Verkauf seines Finanzmaklers AWD an Swiss Life endgültig aus dem Geschäft zurück. Der Gründer des hannoverschen Unternehmens, das er 2008 an den größten Schweizer Lebensversicherer verkauft hat, stelle seinen Sitz im Verwaltungsrat von Swiss Life mit sofortiger Wirkung zur Verfügung, bestätigte Swiss Life am Mittwochabend Informationen der Nachrichtenagentur Reuters aus Bankenkreisen. Der 52-Jährige werde außerdem seinen Anteil an Swiss Life von 5,05 Prozent auf unter drei Prozent reduzieren. Maschmeyers Beteiligung hat umgerechnet einen Wert von 125 Millionen Euro. Er ist größter Einzelaktionär von Swiss Life.

„Ich möchte mit diesem Entschluss den unberechtigten Angriffen auf meine Person und auf AWD den Boden entziehen“, erklärte Maschmeyer, dessen Beziehung zur Schauspielerin Veronica Ferres immer wieder die Klatschspalten von Zeitschriften füllt. „Zugleich bin ich davon überzeugt, damit zu einer Versachlichung in der öffentlichen Darstellung beizutragen und den Fokus wieder ungetrübt auf die Stärken des AWD zu lenken.“ Swiss Life nehme die Entscheidung Maschmeyers „mit großem Respekt Kenntnis“, erklärte Verwaltungsratspräsident Rolf Dörig.

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„Maschmeyer zieht einen Schlussstrich unter das Kapitel AWD“, sagte ein Insider. Der Multi-Millionär wolle sich voll auf seine anderen Investments konzentrieren. Er war unter anderem beim Fahrradhersteller Mifa eingestiegen. Es gebe keine Unstimmigkeiten mit Swiss Life. Maschmeyer sei aber unzufrieden mit der Art und Weise, wie AWD die jüngsten Rechtsstreitigkeiten handhabe. In Österreich untersucht die Staatsanwaltschaft die Vertriebspraktiken des AWD. Die Wirtschafts- und Korruptionsstaatsanwaltschaft in Wien prüft, ob AWD in betrügerischer Weise Finanzprodukte vertrieben hat. Sie ermittelt gegen rund 20 AWD-Manager. AWD hat die Vorwürfe zurückgewiesen.

Swiss Life hatte AWD für 1,2 Milliarden Euro gekauft und kämpft seither damit, die Geschäfte seiner von der Finanzkrise stark getroffenen Tochter wieder in Schwung zu bringen. Der Konzern hat die Rückstellungen für die Rechtsstreitigkeiten kürzlich erhöht.

Die Reduzierung von Maschmeyers Anteil werde nicht über den Markt erfolgen, sagte eine mit der Sache vertraute Person aus der Versicherungsbranche am Mittwoch zu Reuters. Nicht an Maschmeyers Paket interessiert zeigte sich der Talanx-Konzern, der mit rund zehn Prozent an Swiss Life beteiligt ist. „Wir wollen unseren Anteil nicht verändern“, sagte ein Sprecher von Deutschlands drittgrößtem Versicherer.

Quelle:  Handelsblatt Online
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