Flugzeugabsturz MH17: Versicherung zahlt 260 Millionen Dollar

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Wrackteil der Boeing 777 des Flugs MH17.

von Matthias Kamp und Thomas Stölzel

Die über der Ostukraine abgeschossenen Boeing 777 von Malaysia Airlines war angeblich mit 260 Millionen US-Dollar versichert.

Ein beträchtlicher Buchgewinn kommt dem Eigentümer der Maschine zugute, der Firma AerCap, eine Leasinggesellschaft mit Sitz in Amsterdam. Wie die WirtschaftsWoche berichtet, war der verunglückte Jet 17 Jahre alt und fast komplett abgeschrieben. Versichert sind die Maschinen laut Experten aber nahezu immer zum Anschaffungspreis. Eine neue 777 kostet 260 Millionen US-Dollar. Die schon im März spurlos verschwundene Maschine der Malaysia Airlines, ebenfalls eine 777, war zwölf Jahre alt und bis auf 100 Millionen US-Dollar abgeschrieben, gehörte allerdings einer anderen Leasinggesellschaft.

Insgesamt hat AerCap rund 1300 Maschinen im Bestand, darunter gut 70 Boeing 777. Ihr mit 14 Prozent größter Anteilseigner ist Waha Capital, eine 1997 gegründete Investmentgesellschaft aus Abu Dhabi, die nun eine verbesserte Bilanz bei ihrer Beteiligung AerCap verzeichnen dürfte. Wie genau sich Leasinggesellschaft und Airline die Versicherungssumme teilen, ist in den Verträgen individuell geregelt. Größter Versicherer im Fall MH17 ist der Münchner Versicherungsriese Allianz.

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