Fondstochter: Allianz verteidigt Umbau bei Pimco

Fondstochter: Allianz verteidigt Umbau bei Pimco

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Blick auf das Allianz Shared Infrastructure Services GmbH Gebäude in Unterföhring.

Die Allianz hält an Pimco fest. Auf der Hauptversammlung lobte Vorstandschef Michael Diekmann den Umbau bei der kriselnden Fondstochter. Auch die Allianz selbst sei auf Kurs.

Beim Versicherungsriesen Allianz ist der Gewinn in den ersten drei Monaten des Jahres leicht zurückgegangen. Das Nettoergebnis nach Anteilen Dritter sank auf 1,64 (2013: 1,71) Milliarden Euro, wie der Münchener Konzern am Mittwoch vor der Hauptversammlung mitteilte. Das operative Ergebnis ging auf 2,72 (2,80) Milliarden Euro zurück.

Vorstandschef Michael Diekmann sprach von einem "starken" Quartal. Die Allianz sei auf Kurs, das für 2014 angepeilte operative Ergebnis von 9,5 bis 10,5 Milliarden Euro zu erreichen.

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Sach- und Lebensversicherung hätten die Erwartungen im ersten Quartal übertroffen, das vom Wirbel um die US-Tochter Pimco gebeutelte Asset Management liege im Plan, erklärte er. Die Allianz hatte für 2014 allerdings deutlich niedrigere Erwartungen an die Vermögensverwaltung gehabt als im Vorjahr. Das für Dritte verwaltete Vermögen blieb trotz massiver Abflüsse bei Pimco konzernweit mit 1,34 (Anfang Januar: 1,33) Billionen Euro stabil.

Diekmann sieht die kriselnde Fondstochter nach dem Umbau des Managements wieder in ruhigerem Fahrwasser. Die neue Führungsstruktur mit sechs stellvertretenden Anlagechefs, die Pimco-Gründer Bill Gross jetzt zuarbeiten, entspreche dem gewachsenen Geschäftsvolumen und der globalen Präsenz des Anleihehauses, sagte Diekmann auf der Hauptversammlung laut vorab verbreitetem Redetext. "Und mit einem neuen CEO und einem Präsidenten sind die Verantwortlichkeiten bei Pimco neu verteilt und klar geregelt worden", betonte er. "Unsere Kunden haben uns sehr positives Feedback zu dieser neuen Führungsstruktur gegeben." Die Verantwortlichkeiten ruhten jetzt auf mehreren Schultern.

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Der langjährige Pimco-Chef Mohamed El-Erian war zu Jahresbeginn offenbar im Zerwürfnis mit Gross überraschend von Bord gegangen. Mehr als die Personalquerelen treibt die Investoren der Allianz aber die Tatsache um, dass Pimco in den vergangenen Monaten konstant milliardenschwere Mittelabflüsse zu verschmerzen hatte. Die Probleme bei Pimco bremsen inzwischen die Vermögensverwaltung im Konzern. Diekmann trat in seiner Rede allerdings Spekulationen entgegen, die Allianz könne sich von der Fondstochter wieder trennen, um sich der Negativ-Schlagzeilen zu entledigen. "Pimco ist ein sehr erfolgreicher Teil des Allianz-Konzerns", sagte er. "In den vergangenen Jahren haben wir alle mit dem Erwerb von Pimco verbundenen Aufwendungen mehr als zurückverdient."

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