
„Beitragsanpassung“ – so reden die Krankenversicherungen ihre Erhöhungen schön. Kunden können sich aber wehren.
1. Möglichkeit: Leistungen ausschließen
Im bestehenden Tarif kann man verzichtbare Leistungen nachträglich ausschließen lassen. Das senkt die monatliche Belastung ebenso wie ein höherer jährlicher Selbstbehalt. Aber Vorsicht: Für Kranke, die oft in Behandlung sind, kann Letzteres ein Nullsummenspiel oder sogar teurer werden.
2. Möglichkeit: Anbieterwechsel
Zudem kann der Versicherte in einen günstigeren Tarif seines Anbieters wechseln – mit reduzierten Leistungen. Es gilt, beide Tarif zuvor penibel zu vergleichen, um böse Überraschungen zu vermeiden. Mit der vertraglichen Kündigungsfrist oder bei einer Beitragserhöhung können Kunden die Versicherung wechseln.
Das geht leichter als früher, ist aber für ältere Kunden immer noch mit Verlusten verbunden: Es kostet sie den überwiegenden Teil ihrer Altersrückstellungen und die Beitragsrückerstattung bei Nichtinanspruchnahme.
Zudem lohnt sich der Wechsel nur für Gesunde, da der neue Anbieter wieder eine neue Gesundheitsprüfung fordert.













