
Alte Tabus müssten in Frage gestellt werden, sagte Klusen: „Eine Krankenkasse muss keine Körperschaft öffentlichen Rechts sein. Eine Kasse sollte stattdessen so wirtschaften, bilanzieren, Quartalszahlen und Bilanzen veröffentlichen wie jedes andere Unternehmen.“

Private sind beliebter
Im vergangenen Jahr wechselten etwa 160.000 privat Versicherte zu den gesetzlichen Kassen (siehe Grafik). Vielen ist die Rückkehr in die GKV jedoch versperrt. Wer zurück kann, sehen Sie auf den nächsten Seiten:
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Wer sein Gewerbe aufgibt und wieder Angestellter oder arbeitslos wird, kann zurück in die gesetzlichen Kassen.
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Der Weg zurück in die Kasse ist nur dann offen, wenn das Einkommen unter 50.850 Euro brutto pro Jahr (Versicherungspflichtgrenze) sinkt. Für Versicherte, die vor 2002 in die PKV gingen, liegt die Grenze bei 45.900 Euro.
Quelle: dapdArbeitslose
Wer seinen Job verliert und Anspruch auf Arbeitslosengeld hat, kann zurück in die GKV.
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Väter und Mütter, die privat versichert sind und in Elternzeit gehen, müssen sich weiter privat versichern. Wer allerdings nach der Elternzeit einen Teilzeitjob annimmt und dann weniger als 50.850 Euro brutto pro Jahr verdient, kann zurück in die GKV.
Quelle: dapdSenioren
Versicherte, die 55 Jahre und älter sind, kommen nicht aus der PKV. Sie können in den PKV-Basistarif mit vergleichbaren Leistungen wie die GKV wechseln. Der Beitrag ist, inklusive Arbeitgeberanteil, bei 593 Euro monatlich gedeckelt.
Private sind beliebter
Im vergangenen Jahr wechselten etwa 160.000 privat Versicherte zu den gesetzlichen Kassen (siehe Grafik). Vielen ist die Rückkehr in die GKV jedoch versperrt. Wer zurück kann, sehen Sie auf den nächsten Seiten:
Der Chef der mit acht Millionen Versicherten zweitgrößten gesetzlichen Kasse rechnet zudem trotz aller Sparmaßnahmen mit weiter steigenden Beiträgen der Versicherten in der Gesetzlichen Krankenversicherung: „Langfristig müssen die Menschen trotz aller Sparbemühungen im System bereit sein, mehr Geld in ihre Gesundheit zu investieren, wenn sie am medizinischen Fortschritt teilhaben wollen. Teurere Leistungen zum selben Beitrag – das funktioniert nicht.“ Deutschland brauche einen Gorbatschow der Gesundheitspolitik, so Klusen: „Einen Minister, der den Mut zur Wahrheit hat – auch um den Preis, nicht wiedergewählt zu werden.“
Zudem fordert Klusen die Abschaffung des einheitlichen Beitrages in der gesetzlichen Krankenversicherung. Der Einheitspreis bremste den Wettbewerb aus, kritisiert Klusen.
Er bewirke, dass es „keinen richtigen Wettbewerb mehr unter den Anbietern gebe“, so der TK-Chef, „egal, wie innovativ oder verkrustet eine Kasse ist. Die Kassen brauchen die Freiheit zurück, ihre geforderten Beiträge selbst kalkulieren zu können. Nur so entsteht für den Kunden sichtbarer Wettbewerb.“













