Martin Senn: Ex-Zurich-Chef nimmt sich das Leben

Martin Senn: Ex-Zurich-Chef nimmt sich das Leben

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Ex-Zurich-Chef Martin Senn. Der 59-Jährige hat sich das Leben genommen.

Der Schweizer Allianz-Konkurrent Zurich ist mit großen Herausforderungen konfrontiert. Neben einem Gewinneinbruch muss der Konzernumbau bewältig werden - und nun auch noch der Selbstmord des Ex-Chefs.

Der frühere Chef des Schweizer Versicherungskonzerns Zurich, Martin Senn, hat sich das Leben genommen. Das bestätigte der Konzern am Montag auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur. „Die Familie von Martin Senn hat uns darüber informiert, dass Martin am letzten Freitag freiwillig aus dem Leben geschieden ist“, teilte Zurich mit. Der Konzern ist damit zum zweiten Mal innerhalb von drei Jahren vom Suizid eines hochrangigen Managers betroffen.

„Mit Martin verlieren wir nicht nur einen verdienstvollen ehemaligen CEO und wertvollen früheren Arbeitskollegen, sondern auch einen guten Freund“, erklärte das Unternehmen. Zuvor hatte die Schweizer Zeitung „Blick“ über den Tod des 59-jährigen Ex-Konzernchefs berichtet.

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Senn war stand sechs Jahre lang an der Zurich-Spitze, ehe er Ende 2015 nach geschäftlichen Einbußen des Unternehmens seinen Rücktritt erklärte. Zuvor war die Übernahme des britischen Versicherers RSA durch Zurich geplatzt.

Zurich Konzernchef Martin Senn tritt zurück

Martin Senn, Chef des Versicherungskonzern Zurich, tritt zurück. Verwaltungsratspräsident Tom de Swaan übernimmt die Konzernleitung vorübergehend.

Martin Senn. Quelle: REUTERS

Zudem verzeichnete der Allianz-Rivale für 2015 einen Gewinneinbruch um mehr als die Hälfte auf 1,8 Milliarden US-Dollar (seinerzeit 1,6 Mrd Euro). Bis 2018 will der Konzern, der seit März vom ehemaligen Generali-Chef Mario Greco geführt wird, 8000 Stellen abbauen.

Im August 2013 hatte sich der Zurich-Finanzvorstand Pierre Wauthier das Leben genommen. Unmittelbar danach erklärte der einstige Deutsche-Bank-Chef Josef Ackermann seinen Rücktritt als Verwaltungsratspräsident von Zurich. In Medienberichten war der Verdacht laut geworden, er habe Wauthier wegen schlechter Geschäftsergebnisse ungebührlich scharf kritisiert.

Ackermann wurde aber durch Untersuchungen der Schweizer Finanzmarktaufsicht (Finma) entlastet. Dabei seien „keine Hinweise auf ungebührlichen oder unangemessenen Druck auf Pierre Wauthier festgestellt“ worden, teilte der Konzern seinerzeit mit.

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