Neuer Allianz-Chef: Bäte legt die Latte höher

Neuer Allianz-Chef: Bäte legt die Latte höher

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Der neue Vorstandsvorsitzende des Versicherungskonzerns Allianz, Oliver Bäte, peilt einen Jahresgewinn von 10,8 Milliarden Euro an.

Obwohl das zweite Quartal bei der Allianz leicht unter den Erwartungen blieb, peilt der neue Chef Oliver Bäte einen höheren Jahresgewinn an. Das Sorgenkind bleibt aber die Vermögensverwaltung Pimco.

Die Allianz lässt sich von den Problemen in ihrer Vermögensverwaltung nicht unterkriegen. Obwohl die Sparte weiter schwächelt, weil die wichtige US-Fondstochter Pimco Kundengelder verliert, peilt Europas größter Versicherer 2015 ein operatives Ergebnis von 10,8 Milliarden Euro an. Der neue Vorstandschef Oliver Bäte legte sich damit am Freitag auf das obere Ende der Zielspanne fest.

Positiv stimmt ihn, dass sich die Mittelabflüsse bei Pimco abschwächen und dass es in der Schadenversicherung zuletzt kaum große Belastungen gab. Außerdem hat die Allianz einen Schlussstrich unter das leidige Kapitel Fireman's Fund gezogen. Auch diese US-Tochter sorgte lange für Belastungen, ist nun aber Geschichte.

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Im abgelaufenen zweiten Quartal blieb der Konzern allerdings unter den Erwartungen: Das operative Ergebnis kletterte nur um 2,6 Prozent auf 2,84 Milliarden Euro, Analysten hatten im Schnitt 2,94 Milliarden erwartet. Dass der Überschuss ungleich stärker anzog – um 15 Prozent auf gut zwei Milliarden Euro – lag unter anderem an einer besseren Steuerquote.

Negativer Ausreißer war erneut die Vermögensverwaltung, wo das Ergebnis um ein Viertel auf 505 Millionen Euro einbrach. Allein aus der auf Anleihen spezialisierten Fondsgesellschaft Pimco zogen die Kunden im Frühjahr 29,3 Milliarden Euro ab. Hier hatten lange Zeit Personalquerelen für Unruhe gesorgt. Doch inzwischen ist eine neue Führungsmannschaft installiert – und nach Einschätzung der Münchner Mutter schwächen sich die Abflüsse so kontinuierlich ab, dass zum Jahresende eine Trendwende erreicht sein könnte. Die kleinere Fondstochter Allianz Global Investors, die lange Zeit im Schatten von Pimco stand, konnte sich abermals über Zuflüsse freuen. Das gesamte verwaltete Vermögen blieb stabil bei 1,8 Billionen Euro, weil die Märkte insgesamt gut liefen.

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In der Schaden- und Unfallversicherung zog das operative Ergebnis um fast 30 Prozent an auf 1,75 Milliarden Euro. Hier profitierte die Allianz davon, dass es keine großen Naturkatastrophen gab. Außerdem wurde im Quartal ein Gewinn aus dem Verkauf des Privatkundengeschäfts der Fireman's Fund Insurance Company verbucht. In der Lebens- und Krankenversicherung sanken die Beitragseinnahmen, das Ergebnis schrumpfte um 13 Prozent auf 853 Millionen Euro.

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