Rückversicherung: Munich Re-Chef gibt sich nachdenklich

Rückversicherung: Munich Re-Chef gibt sich nachdenklich

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Die Münchener Rück konnte im ersten Halbjahr 2012 mit guten Zahlen glänzen. Vorstandsvorsitzender Bomhard mahnt trotzdem zur Vorsicht

von Matthias Kamp

Die Munich Re legt für das erste Halbjahr erfreuliche Zahlen vor. Doch die wacklige Weltkonjunktur und die niedrigen Zinsen bereiten Vorstandschef Nikolaus von Bomhard Sorgen.

Der Gewinn der Munich Re während der ersten sechs Monate des laufenden Jahres bereitet Nikolaus von Bomhard durchaus Freude. Dennoch schlägt der Vorstandsvorsitzende des weltgrößten Rückversicherers nachdenkliche Töne an. Die Eurokrise verschärfe sich eher noch, so von Bomhard heute bei der Vorlage der Halbjahreszahlen. "In den USA fehlen echte Wachstumsimpulse", ergänzt der Munich-Re-Chef, "und auch in den Schwellenländern sehen wir die hohen Wachstumsraten der Vergangenheit nicht mehr."

Positiv wirkt sich für Munich Re die deutlich geringere Zahl an Naturkatastrophen im Vergleich zum Vorjahreszeitraum aus. Bei 1,6 Milliarden lag der Gewinn des Rückversicherers zwischen Januar und Juni. Das ist deutlich mehr als die Hälfte der für das Gesamtjahr angestrebten Zielmarke von 2,5 Milliarden Euro. Von Bomhard rechnet denn auch damit, den angestrebten Jahresgewinn leicht zu übertreffen, der konservative Ansatz des Rückversicherers zahle sich aus. Dennoch mahnt er zu Vorsicht. "Wir wollen auf alle Szenarien vorbereitet sein", so von Bomhard. Man spiele derzeit alles durch; auch eine Fiskalunion, sagt der Vorstandschef mit Blick auf die Eurokrise.

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Staatsanleihen für Munich Re kein Problem

Eine der großen Herausforderungen der Munich Re sind die niedrigen Zinsen. Die Rendite auf die Kapitalanlagen könne darum "nicht optimal" sein, sagt von Bomhard. Tatsächlich sank die Rendite auf die laufenden Kapitalerträge im ersten Halbjahr des Jahres auf 3,6 Prozent nach 4,2 Prozent im Vorjahreszeitraum. Das Kapitalanlageergebnis lag zwischen Januar und Juni bei 3,8 Prozent. Das werde über das Gesamtjahr gerechnet weniger sein, glaubt von Bomhard. In den vergangenen Monaten hat die Munich Re bei den  Kapitalanlagen diversifiziert. So halten die Münchner so gut wie keine Staatsanleihen aus südeuropäischen Krisenländern mehr. In Zukunft wollen die Münchner stärker in Infrastruktur und erneuerbare Energien investieren.

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